Erstellt am 27. Januar 2016, 05:53

von Wolfgang Stritzl

Sie sitzen in einem Boot. Was haben – abgesehen davon, dass sie sich die Sporthalle teilen – Langenlebarns Volleyballer und Tullns Handballerinnen gemeinsam? Beide sind amtierende Meister in der 2. Bundesliga. Und beide klopfen heuer an die Tür zur 1. Liga an.

Was haben – abgesehen davon, dass sie sich die Sporthalle teilen –  Langenlebarns Volleyballer und Tullns Handballerinnen gemeinsam? Beide sind amtierende Meister in der 2. Bundesliga. Und beide klopfen heuer an die Tür zur 1. Liga an. Die Handballerinnen verzichteten im Vorjahr freiwillig auf den Aufstieg. Die Damen – alle üben ihr Hobby aus reiner Freude zum Sport aus und verdienen keinen Cent – wollten sich die Strapazen einer WHA aus sportlichen und finanziellen Gründen nicht antun.

Während sie vermutlich sogar das Zeug hätten, den Klassenerhalt zu schaffen, wäre der Sprung für Langenlebarns Volleyballer kaum zu schaffen. Bisamberg ist ein mahnendes Beispiel, der Aufsteiger vom Vorjahr hat heuer noch kein Spiel gewonnen. Zu groß ist die Kluft zwischen 1. und 2. Liga. Auch wirtschaftlich wäre der Aufstieg für den kleinen, aber feinen Verein nicht zu stemmen.

Dass die Handballerinnen – sofern sie ihren Titel verteidigen – erneut auf den Aufstieg verzichten, könnte heuer auf Widerstand der Liga stoßen. Im Volleyball droht bei Aufstiegs-Verzicht sogar der Zwangsabstieg in die letzte Liga.

Fazit: Sich sportlich qualifizieren, aber nicht aufsteigen wollen, dürfte es heuer weder im Handball, noch im Volleyball geben. Am Ende wird dann vielleicht nicht der Beste die Nase vorn haben, sondern jene Mannschaft, die es wirklich will.