Erstellt am 12. April 2017, 05:45

von Wolfgang Stritzl

Atzenbrugg gibt noch nicht auf.

Es war ein Wochenende der Trainerwechsel. Rapid trennte sich von Damir Canadi und bestellte Ex-Neuaigen-Coach „Gogo“ Djuricin zum neuen Trainer.

Vier Ligen darunter und 34 Kilometer weiter westlich schmiss ein anderer Ex-Austrianer das Handtuch. Christian Prosenik trat beim USV Atzenbrugg-H. zurück. Einen Nachfolger musste sportlicher Leiter Karl-Heinz Grüneis nicht lange suchen – er ist es selbst!

Grüneis kommt aus dem Trainergeschäft, coachte schon die Kampfmannschaften von Absdorf und Zeiselmauer, war zwischenzeitlich Obmann des FC Tulln, davor Gründungs-Obmann und Trainer des SC Muckendorf.

Die großen sportlichen Erfolge blieben bislang aus. Zeiselmauer verfehlte den Meistertitel, mit Tulln stieg Grüneis ab. Der Abstieg droht auch jetzt. Zu verlieren hat Grüneis aber nichts. Wenn er den Klassenerhalt schafft, ist er ein „Wunderwuzzi“. Wenn nicht, könnte man sagen, dass es mit dieser Mannschaft wahrscheinlich nicht einmal ein Ernst Happel, der dem USV 1992 zwei Monate vor seinem Tod noch einen Besuch abstattete, geschafft hätte.

Wenn Grüneis den Abstieg zu verantworten hat, dann weniger als Trainer, sondern als Funktionär. Nach den vielen Abgängen im Winter hat die Mannschaft deutlich an Qualität verloren.