Erstellt am 19. Juli 2017, 02:00

von Bernhard Faustenhammer

Die verkehrte Fußballwelt. Bernhard Faustenhammer über die abgelaufene Transferzeit

Als Schreiber dieser Zeilen, der auch die 80er und 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts bewusst miterleben durfte, fragt man sich schon: Ist das eine verkehrte (Fußball)welt, zumindest im Bezirk Tulln? Da verpflichtet Muckendorf (die es in den 80er und 90er noch gar nicht gab) mit Ingo Szabo und Joachim Parapatits zwei echte „Cracks“, die wahrscheinlich vor acht Wochen noch nicht mal wussten, wo Muckendorf liegt. Und die Bezirkshauptstadt Tulln holt wieder Spieler aus der 2. Klasse zum Stammverein zurück. Wo Tulln in den 80er und 90ern agierte, bedarf hier keiner näheren Erläuterung.

Mit Langenrohr existiert im Bezirk die einzige Konstante in der 1. Landesliga. Würmla hat ein grauenvolles Jahr hinter sich, und hoffentlich kein genau so grausames vor sich, denn mit diesem Team führt der Weg ins Ungewisse. Der SVS könnte der heimliche Nutznießer sein, zur zweiten Kraft im Bezirk aufsteigen. Dieser Mannschaft ist einiges zuzutrauen.

Sicher, wir sind mittlerweile in den späten 2010ern und manche Malaise bei den Vereinen wird durch das „Diktat der leeren Kassen“ bestimmt. Vieles ist aber auch „hausgemacht“.

Prognosen werden immer schwieriger. Und kommendes Jahr steht eine große Reform an. Man darf gespannt sein!