Erstellt am 17. Mai 2017, 05:17

von Wolfgang Stritzl

Gelb vom Schiri, Rot vom Trainer. Wolfgang Stritzl über einen Trainer, der keinen Widerspruch duldet.

Jeder Trainer hat seine Methoden. Neuaigens Anton Pieler etwa fordert Disziplin, duldet keinen Widerspruch, kein Hinausschimpfen. Am Freitag Abend statuierte er an einem seiner besten Spieler ein Exempel. Pieler schickte Marko Matic zum Duschen, obwohl das Austauschkontingent bereits ausgeschöpft war. Neuaigen spielte die letzten Minuten zu Zehnt weiter! Nach dem Schlusspfiff kam es zu einem Disput mit einem anderen unzufriedenen Spieler. „Du kannst gleich mit Matic heimfahren!“, so Pieler.

Obmann Wolfgang Pennerstorfer bedauerte es, dass die Streitigkeiten, die in die Kabine gehören, in der Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Er stärkt seinem autoritären Trainer aber den Rücken. Wenn jemand geht, weil sie nicht miteinander können, dann sind es in Neuaigen die Spieler. Denn der Erfolg gibt Anton Pieler recht. Er hat aus der schwächsten Hinrundenmannschaft eine der besten Frühjahrsteams gemacht.

Bei (fast) allen Vereinen gibt es Spieler, die mit ihrem Trainer unzufrieden sind. Entscheidend ist, wie sich die Vereinsführung positioniert. In Zeiten, in denen Trainer viel zu schnell ausgetauscht werden, ist ein klares Bekenntnis zum Trainer richtig wohl tuend.