Erstellt am 06. April 2016, 05:54

von Thomas Peischl

Trautes Heim, Gefahr allein. Thomas Peischl über die jüngste Polizeistatistik.

Mit Statistiken ist das ja immer so eine Sache. Aber die jüngsten Polizei-Daten geben einen nüchternen Überblick über die angezeigten Straftaten – nicht mehr und nicht weniger. Und da sind schon einige sehr interessante Punkte dabei:

Die Zahl der Sexualdelikte und jene der Ladendiebstähle ist drastisch zurückgegangen. In Zeiten der „Flüchtlingswelle“ sprechen die tatsächlich angezeigten Vorfälle im Bezirk also eine ganz andere Sprache als die in (a-)sozialen Medien gerne weiter verbreiteten Panikmeldungen.

Stark gestiegen ist hingegen die Zahl der Wegweisungen in Folge von „Gewalt in der Familie“. Und da schlägt der hilflose Mann aus Österreich, dem die Argumente ausgehen, mindestens genauso gerne zu wie der aus irgendeinem anderen Land (verzeihen Sie die zynische Formulierung angesichts des ekelerregenden Themas).

Natürlich gäbe es noch viel mehr herauszulesen, aber ein mögliches Fazit lautet: Wir leben grundsätzlich sehr gut und sicher. Aber für immer mehr (vor allem) Frauen ist das Eigenheim der gefährlichste Ort.