Erstellt am 17. Mai 2017, 05:35

von Thomas Peischl

Warten auf den DNA-Abgleich. Thomas Peischl über die Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Tulln.

Klar ist: Vergewaltigungen zählen zu den schrecklichsten Verbrechen, die man sich vorstellen kann, aber nicht will. Aktuell geht es in Tulln um ein Sexualverbrechen an einer 15-Jährigen im Augebiet hinter dem Messegelände. Die Polizei geht von drei Tätern aus, es soll sich um Ausländer handeln. Unweit des Tatorts befindet sich ein Asylwerber-Containerdorf. Daher gehen die Ermittlungen AUCH in diese Richtung.

Das Opfer reagierte jedenfalls richtig, sodass es in diesem Fall DNA-Spuren der Vergewaltiger gibt. Das ist erstens nicht immer selbstverständlich. Zweitens wird es dadurch möglich die Täter zu überführen. Sollten diese unter den Personen sein, auf die die Beschreibung passt und deren Mundhöhlenabgleich mit den sichergestellten Spuren übereinstimmt, dann herrscht Klarheit.

Ja, das Verbrechen ist verabscheuungswürdig. Was jetzt trotzdem niemandem weiterhilft, sind Hexenjagden und Vorverurteilungen. Selbst, wenn, wie es kurz vor
Redaktionsschluss scheint, tatsächlich zwei Asylwerber in Tulln verhaftet wurden.