Erstellt am 19. Juli 2017, 05:34

von Thomas Peischl

Wird das AMS arbeitlos?. Thomas Peischl über die Halbjahresbilanz des Arbeitsmarktservice.

Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung steigt - klingt gut. Wird das AMS arbeitslos?

Nicht so bald, zwischen den Zeilen der Statistik finden sich mehr als genug Baustellen. Für den seit vielen Jahren beklagten Facharbeitermangel ist so bald kein Ende in Sicht. Junge Leute stürzen sich in Höhere Schulen, wie die Lemminge ins Meer. Vielfach auch jene, die in einer Lehre nicht nur besser aufgehoben wären, sondern dort auch größere Erfolge erzielen würden. Zumindest freut das die Nachhilfe-Branche.

Die Frauen-Arbeitslosigkeit sinkt weniger stark als jene beim schwächeren Geschlecht (wenn wir die Kinder bekommen müssten, wäre die Menschheit längst ausgestorben). Hauptproblem ist, dass sich Frauen nach wie vor auf zu wenige Berufe beschränken. Wie AMS-Chef Hans Schultheis sagt: „Wir halten mit Initiativen wie ,Frauen in Handwerk und Technik‘ dagegen. Aber man müsste schon viel früher ansetzen. Da ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.“

Nein, die AMS-Leute müssen das eigene Serviceangebot noch lange nicht nützen.