Erstellt am 23. März 2016, 06:04

von Wolfgang Stritzl

Zerreißprobe am Super-Sonntag.

König Fußball regiert wieder. Am Wochenende haben alle Kampfmannschaften wieder den Meisterschaftsbetrieb aufgenommen. Am „Super-Sonntag“ musste sich der Fußball-Fan zerreißen. Würmla empfing im (gemessen an der Liga) höchst-klassigen Spiel, das der Bezirk zu bieten hatte, Titelanwärter Leobendorf. In Heiligeneich, nur sechs Kilometer entfernt, erfolgte zeitgleich der Ankick zum ersten Heimspiel des USV Atzenbrugg, der dritten Kraft im Tullnerfeld. Elf Kilometer weiter, in Sieghartskirchen, startete der Gebietsliga-Herbstmeister ins neue Jahr. Acht Kilometer westlich fand das Spitzenspiel der 1. Klasse Nordwest-Mitte statt, in dem der Zweite Sitzenberg Winterkönig St. Bernhard empfing. Und dann gab es noch einen weiteren Schlager: Langenlebarn hatte Tabellenführer Lassee zu Gast.

Alle Heimspiele südlich der Donau hatten ihren Reiz. In jedem ging es um viel. Und alle Partien hätten sich mehr Zuschauer verdient.

Schuld daran war in diesem Fall nicht das Wetter. Sondern die Vereine selbst. Anstatt ihre Heimtermine besser zu koordinieren, nahmen sie sich gegenseitig die Fans weg. Es ist schade, dass so wenig Rücksicht darauf genommen wird, was direkt vor der eigenen Haustür passiert.