Erstellt am 22. Juni 2016, 10:25

von Claudia Stöcklöcker

"Ich habe Motor aufheulen gehört". Alkoholisiert verursachte 22-Jähriger am Heiligen Abend einen Verkehrsunfall. Einem Security-Mann soll er Kiefer gebrochen haben.

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"Immer wenn Sie trinken, gibt es Probleme", wettert der Richter vor einem 22-Jährigen aus dem Bezirk Tulln. Im Suff verursachte dieser in Langenlebarn am Heiligen Abend 2014 einen Crash, alkoholisiert soll er in Markersdorf einen SecurityMann schwer verletzt haben.

An den Unfall erinnert sich der Bursche im Prozess am Landesgericht St. Pölten kaum mehr. Eine Zeugin hingegen erzählt von Fatalem.

"Es hat fürchterlich gekracht"

„Ich habe nach rechts und nach links gesehen, bevor ich den Fuß auf die Straße gesetzt habe. Plötzlich habe ich einen Motor aufheulen gehört, so laut wie am Flughafen, und schon hat es fürchterlich gekracht“, sagt diese.

Und: „Dann hab’ ich das Auto gesehen, bei der Verkehrsinsel vorm Feuerwehrhaus ist es in eine Laterne gekracht.“

Führerschein besitzt der 22-Jährige keinen, schwer verletzt wurde sein Beifahrer. Er erlitt eine Hirnprellung.

Die Fäuste soll der Angeklagte bei einem Gerangel in einer Disco gezückt haben. „Ich hab’ einen Schlag ins Gesicht bekommen“, erzählt das Opfer.

Dessen Verletzung: ein doppelter Kieferbruch. „Ich habe mich vier Wochen flüssig ernährt und dann drei Wochen nur Brei gegessen“, berichtet der Security-Mann.

Vier Vorstrafen hat der 22-Jährige bereits zu Buche stehen, der Richter vertagte den Prozess. Bevor er ein Urteil fällt, möchte er ein verkehrstechnisches Gutachten einholen und weitere Zeugen befragen.