Erstellt am 03. Februar 2016, 05:43

von Helga Urbanitsch und Martin Gruber-Dorninger

"Lime" endgültig zu. Traditionsbetrieb schließt, Albrechtsstube bleibt hingegen offen. Schicksal von Kronauerhof ist noch ungewiss.

Die Wirte im Bezirk Tulln haben es derzeit schwer. Die Albrechtsstube kommt mit blauem Auge davon, das Lime muss schließen und das Schicksal des Kronauerhofes entscheidet sich in zwei Wochen.  |  NOEN, Firmkranz, NÖN

Leicht ist es derzeit nicht, einen Gastronomiebetrieb zu führen. Immer mehr Wirte geben auf, auch im Bezirk Tulln. In dieser Woche erwischte es das Traditionsunternehmen „Lime“ am Tullner Hauptplatz.

„Immer mehr neue Vorschriften und Auflagen zwingen Wirte zum Aufhören. Das wächst vielen Betrieben derzeit über den Kopf“, erklärt der Tullner Masseverwalter und Anwalt Walter Anzböck, der in dieser Woche das „Zu Verkaufen“-Schild am Eingang des Tullner Traditionsunternehmens „Lime“ am Hauptplatz anbringen musste. „Hier konnte man nichts mehr machen, wir suchen einen Käufer“, so Anzböck.

Gute Nachrichten gibt es hingegen von der Albrechtsstube in der Albrechtsgasse. „Hier konnte eine 20-Prozent-Quote mit den Gläubigern ausverhandelt werden. Die Albrechtsstube bleibt offen“, verkündet Anzböck.

Noch einmal soll saniert werden

Im Zuge seines Insolvenzverfahrens habe er vor allem das florierende Mittagsmenü-Geschäft einbezogen. „Es zahlt sich sicher aus in diesem Betrieb noch einmal ein Sanierungsverfahren zu wagen“, so Anzböck.

Bange Momente müssen derzeit die Betreiber und Mitarbeiter am Kronauerhof in Langenrohr durchstehen. Laut Gläubigerverband wurde auch hier ein Insolvenzverfahren gestartet. „Über den Ausgang weiß ich allerdings erst in zwei Wochen Bescheid“, verrät Anzböck. Er müsse den Betrieb erst prüfen.

Ungeachtet dessen, bedauert Anzböck das Insolvenzverfahren bei diesem Betrieb: „Hier wurde erst alles neu hergerichtet und mit viel Liebe der Betrieb attraktiviert. Dennoch ließ sich ein Verfahren nicht abwenden.“ Ein Ende der derzeitigen Insolvenzverfahren ist wahrscheinlich noch nicht erreicht. „Die Registrierkassa werden die Wirte womöglich erst später spüren“, so Anzböck.

Von der Geschäftsführung des Kronauerhofes wurde auf Anfrage der NÖN keine Stellungnahme abgegeben.