Erstellt am 19. April 2016, 10:38

von Monika Gutscher

Fotografie wie in früheren Zeiten. Den Muckendorfer Markus Hofstätter fasziniert die Nassplattenfotografie, da er seine Fotos von Grund auf selbst erzeugt.

 |  NOEN, Monika Gutscher und Alexandra Mittag
Viele kennen den Drang, in der heutigen Zeit wieder etwas mit den Händen entstehen zu lassen. Der Fotograf hat sich diesen Traum selbst erfüllt, indem er mit viel Leidenschaft, Silber und Licht einzigartige Kunstwerke entstehen lässt.

Vor Kurzem konnte Hofstätter sogar einen der weltweit bekanntesten Hersteller für Studioblitze (Hensel Deutschland) und seine Gemeinde (Muckendorf-Wipfing) dazu begeistern, ihn bei seinen Projekten zu unterstützen. „Das ist etwas wirklich Besonderes, da in unserer heutigen Zeit großteils nur mehr Bilder veröffentlicht werden, die digital verändert (zB. mit Photoshop) wurden. Meine Bilder spiegeln den exakten Moment wieder - ohne jegliche Manipulation,“ erklärt Markus Hofstätter.

Generationen: Erfahrung und Zukunft

Mit seinem aktuellen Projekt „Generationen: Erfahrung und Zukunft“ möchte der Fotograf die ältere Generation ehren, da die heutige Generation ohne sie nicht dort wäre, wo sie heute ist, und den Jungen Tradition und Wertigkeit vermittelt. Dabei lichtet Markus Hofstätter die erfahrenen Gemeindemitglieder ab, dazu manchmal auch die eigenen Enkel und die Hände aller.



Fotografie hat ihn schon seit der Kindheit fasziniert, aber es dauerte dann doch sehr lange, bis er seinen Traum Fotograf zu werden, zur Wirklichkeit entwickelt hat. 2009 hat Hofstätter angefangen weltweit Pool Billard Turniere, mit viel Interesse an den Menschen, zu fotografieren. Seit dem verfolgen ihn täglich neue Ideen und Kompositionen, wenn er sein Haus verlässt. Die Welt zu bereisen, bedeutet neue Menschen kennenzulernen. Diese süchtig machende Kombination versorgt Markus Hofstätter mit sehr viel Motivation und neuen Projekten in und außerhalb seines Studios.

Die Nassplattenfotografie wurde 1850 erfunden. Dabei wird eine Metall- oder Glasplatte händisch mit einer Kollodiummischung beschichtet und für drei Minuten in ein Silbernitratbad getaucht. Danach ist die Platte lichtempfindlich und wird mittels einer lichtdichten Kassette in die über 100 Jahre alte Kamera gesteckt. Nach dem Belichten der Platte (Fotografieren), wird händisch der Entwickler aufgetragen und nach mehrmaligem Waschen fixiert. Während des Fixierens sieht man wie das Bild auf der Platte erscheint.

Mehr dazu unter http://zeitreise.jetzt .