Erstellt am 27. Januar 2016, 05:13

von Günter Rapp

Mehrheitsbeschluss: Wasser ist jetzt teurer. Bürgermeister Benedikt argumentiert erste Erhöhung seit 2008: "Anhebung des Preises ist moderat."

 |  NOEN, Erwin Wodicka/Bilderbox

Seit Jahresbeginn gilt in der Marktgemeinde eine neue Wasserabgabenordnung. Dies bring eine Erhöhung des Wasserpreises von bisher 95 Cent auf 1,20 Euro.

„Die letzte Wasserpreiserhöhung war 2008. Eine moderate Anhebung ist aufgrund unserer Vorhaben also möglich“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Benedikt und verweist auf kostspielige Maßnahmen zur Trinkwasseraufbereitung und Modernisierung des Wasserwerks. Benedikt weiter: „Kirchberg ist trotz Erhöhung noch immer unter den Gemeinden mit den niedrigsten Wasserpreisen.“ Während die ÖVP-Mehrheit für die Anhebung des Preises stimmte, sprachen sich die Fraktionen der SPÖ und FPÖ geschlossen dagegen aus.

Erhöhung des Preises für FP nicht angemessen

FPÖ-Gemeinderat Markus Hofbauer: „Für eine immer schlechter werdende Wasserqualität, die ja mittlerweile so schlecht ist, dass Grenzwerte nach oben gesetzt werden mussten, um die Trinkwasserversorgung überhaupt noch aufrecht zu erhalten, einen höheren Preis zu beschließen, dazu gehört wirklich viel Mut. Der Preis wurde um satte 25 Prozent angehoben.“ Für Hofbauer hatte der Gemeinderat in gleicher Sitzung aber auch eine neue Aufgabe parat. Er wurde einstimmig in den Prüfungsausschuss des Gemeindeverbandes Wasserversorgung Wagram-Nördliches Tullnerfeld (Kirchberg und Königsbrunn) entsandt.

Weil die Vereinbarung mit der bisherigen Betreiberin des Schankgewerbes in der Wagramhalle einvernehmlich aufgelöst wurde, musste der Gemeinderat die Schankrechte neu vergeben.

Darin enthalten ist die Bewirtung mit Speisen und Getränken mit Ausnahme des Barbetriebes. Einstimmig übertrug der Kirchberger Gemeinderat die Schankrechte an Maria Schneider aus Gigging. Sie war die einzige Bewerberin.