Erstellt am 17. Juli 2017, 05:21

von Barbara Gösenbauer

Gedenkstätte: Gegen das Vergessen. Jüdischer Friedhof wird von Gruppe Freiwilliger unter Anleitung von Historikern Ingrid Oberndorfer restauriert.

Die Friedhofstür musste erst von Gestrüpp befreit werden.  |  NOEN

Ein großes Vorhaben setzen Historikerin Ingrid Oberndorfer, Anton Müllner, Josef Goldberger, Gabriele Endl und Birgit Noszian in die Tat um: Sie sanieren den jüdischen Friedhof in Michelndorf. Da das Grundstück keinen Zugang hat, mussten sie - mit Genehmigung - durch ein Maisfeld fahren und anschließend den Weg verbreitern, um das Werkzeug zum Einsatzort transportieren zu können. Die zugewachsene Eingangstür wurde freigelegt, morsche Bäume gefällt und das Holz weggeschafft.

Die fleißigen Freiwilligen entfernten auch morsche Bäume.  |  NOEN, privat

„Besonders bedanken möchte ich mich einerseits bei Rudolf Reither, der uns den Traktor und Anhänger geborgt hat. Ohne diese Dinge hätten wir die zwei Ladungen Holz und Gestrüpp nicht wegbringen können. Auch dem Landwirt Herrn Jäger sind wir dankbar, denn er gestattete uns, über seinen Acker zum Friedhof zu fahren“, freut sich Ingrid Oberndorfer, die die Sanierungsaktion initiiert hat. „Wir haben dabei kein einziges Pflänzchen zerstört“, betont Oberndorfer.

Weitere Arbeiten sind im Herbst geplant. Die Gräber und Grabsteine sollen spätestens im nächsten Frühjahr auf Vordermann gebracht werden.