Erstellt am 14. Dezember 2015, 09:23

Neukunden für Kläranlage. Nach Traismauer wird nun auch Abwasser aus Atzenbrugg und Zwentendorf fließen.

Die Marktgemeinden Atzenbrugg und Zwentendorf an der Donau entsorgen ihre Abwässer künftig in der Kläranlage Traismauer und treten dem Abwasserverband "An der Traisen" bei.  |  NOEN, Hermann Rauschmayer

In der Mitgliederversammlung des Abwasserverbandes „An der Traisen“ am 7. Dezember 2015 wurde die Aufnahme von zwei weiteren Gemeinden formell beschlossen. Zu den bisher 13 Gemeinden, die ihre Abwässer über den Traisental-Abwassersammelkanal in die Kläranlage nach Traismauer umweltgerecht entsorgen, kommen ab 1. Jänner 2016 die Marktgemeinden Atzenbrugg und Zwentendorf an der Donau hinzu. Über ein noch zu errichtendes neuartiges Hybrid – Druckkanalsystem werden die beiden Kommunen künftig ihre Abwässer in die Kläranlage Traismauer einleiten.

Geprüfte Effizienz

„Die Gemeinden haben von Sachverständigen die günstigste Form der Abwasserentsorgung prüfen lassen. Die Prüfung hat eine Abwasserentsorgung über die Kläranlage Traismauer empfohlen. Die Kläranlage Traismauer zählt seit Jahren zu den kosteneffizientesten im deutschsprachigen Raum und erfüllt als Benchmark-Anlage die höchsten Standards“, erklärt der Geschäftsführer des Abwasserverbandes „An der Traisen“, Christian Liendl.

Budget für 2016 beschlossen

In der Mitgliederversammlung wurden auch die finanziellen Mittel für das kommende Jahr abgesegnet: Der laufende Betrieb der Kläranlage Traismauer und des Abwasser-Sammelkanals wird im nächsten Jahr rund 2,2 Mio. Euro kosten.

Dieser Betrag wird nach einem Bevölkerungsschlüssel auf die nunmehr 15 Mitgliedsgemeinden aufgeteilt. Im Investitionsprogramm für 2016 finden sich eine Zustandserhebung des Sammelkanals, die Absicherung der Kläranlage gegen Stromausfälle (Blackout), die Sanierung von zwei älteren Faultürmen in den Jahren 2016 bzw. 2017, die Generalüberholung und Leistungssteigerung des Gasmotors 3 für die Energiegewinnung sowie weitere kleinere Instandhaltungsarbeiten.

Der Obmann des ältesten Abwasserverbandes Österreichs und Bürgermeister der größten Mitgliedsgemeinde St. Pölten, Mag. Matthias Stadler, betont: „Wir erhalten Werte: In die Kläranlage und das Kanalsystem wird laufend investiert und das gesamte System auf dem neuesten Stand der Technik gehalten. Damit ist eine störungsfreie Entsorgung der Abwässer gewährleistet und es wird ein unverzichtbarere Beitrag für den Gewässer- und Umweltschutz geleistet.“