Erstellt am 15. September 2015, 05:02

von Thomas Peischl

Neuer Landeschef schätzt Heimat Tulln. Neuer Chefredakteur Robert Ziegler (48) im NÖN-Gespräch über seine neue Aufgabe und seine Heimatstadt.

 |  NOEN

Mit 7. September wurde Robert Ziegler von Generaldirektor Alexander Wrabetz zum neuen Chefredakteur im ORF-Landesstudio Niederösterreich bestellt.

Damit übernimmt der Tullner, wie er selbst sagt, „einen der spannendsten journalistischen Jobs in diesem Land“. Er ist für die Sendung „Niederösterreich heute“, die Nachrichten auf Radio NÖ und die Online-Plattform noe.ORF.at verantwortlich.

1967 in Wien geboren interessierte sich Ziegler als Jugendlicher vor allem für zwei Dinge: Musik und Journalismus. „Nach der Matura habe ich mich für das eine entschieden, geworden ist es dann doch das andere“, schmunzelt der neue ORF-NÖ-Landeschef.

"Wichtig auch regionale Informationen zu liefern"

Nach dem Musikstudium (Orgel und Chorleitung) war er unter anderem in der Zeitungsbranche tätig, landete aber bald beim ORF. Dort arbeitete er ab 1998 für den aktuellen Dienst des Landesstudios Niederösterreich und berichtete live von zahlreichen Ereignissen im Land. Seit 2005 moderiert er „Niederösterreich heute“, 2010 wurde er stellvertretender Chefredakteur.

Wird er dem Publikum auch mit der Bestellung zum Chefredakteur als Moderator erhalten bleiben? „Natürlich! Es ist mir persönlich ganz wichtig, auch in der Praxis Journalist zu bleiben“, betont Ziegler. Mit einem Marktanteil von 40 Prozent erreiche der ORF jeden zweiten Niederösterreicher.

„Ich weiß, dass wir auch sehr viele Tullnerinnen und Tullner zu unseren treuen Sehern zählen dürfen. In unserer komplizierten Welt ist es wichtig, auch regionale Informationen zu liefern“, so der Neo-Chefredakteur weiter. Besonderes Augenmerk will er aber auch darauf legen, „was Menschen in unserem Land gelingt, sei es in der Wirtschaft, in der Kultur oder im Sozialbereich“.

„In Tulln zu sein bedeutet Familienzeit“

Wenn Ziegler nach einem arbeitsreichen Tag nach Hause kommt, genießt er „die hohe Lebensqualität in Tulln“. Trotz der unglaublichen Entwicklung, die die Stadt in den letzten Jahren erlebte, bleibe eine gewisse Überschaubarkeit. Und das schätze er als Vater von acht Kindern im Alter von 6 bis 22 Jahren umso mehr. „In Tulln zu sein bedeutet für mich Familienzeit“, so Ziegler, „meine aktive Musikzeit ist lange her, aber mit den Kindern setze ich mich ans Klavier und dann gibt es wechselnde Duos mit Flöte, Kontrabass oder Tenorhorn.“

Mit dem verstorbenen Tullner Vizebürgermeister Otto Ziegler ist Robert übrigens nicht verwandt: „Aber mein Cousin ist Ferdinand Ziegler, der Bürgermeister von Atzenbrugg.“