Tulln

Erstellt am 18. Juli 2016, 12:56

Mit Zeitsprüngen unterwegs auf der Donaubühne. Peter Cornelius bot den über 2.000 Besuchern auf der Donaubühne Songs aus den Siebzigern sowie Lieder des neuen Albums.

„Für das Wetter bin ich aber wirklich nicht verantwortlich“, mit diesen Worten betrat Peter Cornelius unter Jubel der über 2.000 Besucher, die mit Regenponchos ausgestattet waren, die Donaubühne. „Irgendwann im nächsten Leb‘n“, war der erste Zeitsprung in die 80er Jahre. „Nimm dieses Wort nicht in den Mund“, meinten seine Eltern, „so kann man keinen Song nennen“. Aber der Hit „Süchtig“ wurde in den Achtzigern ein Riesenerfolg.

„Worte mitgenommen für mein ganzes Leben“

„Alle meine Lieder sind seelische Momentaufnahmen“, unterstrich Cornelius, der viele eher unbekannte Songs präsentierte. Treffend beschrieb er seine erste musikalische Begegnung mit den Rolling Stones, als Kind in den Sechziger Jahren. „Die erste Zeile des Rolling Stones Songs ‚Time is on my side‘ berührte mich so sehr, diese Worte hab ich mir mitgenommen für mein ganzes Leben.“

Gespickt mit kleinen Anekdoten aus seinem Leben wurden die großen Zeitsprünge untermalt. Dass sein erstes selbst geschriebenes Lied „I leb in einer Wolk‘n“, in den Siebzigern mit der ORF Big Band aufgenommen wurde, erklärte der Künstler so: „Damals hatten wir ja gar keine anderen Möglichkeiten.“

"Selbstverwirklichung" auf dem neuen Album

Seine zeitlosen Texte, seine unverwechselbare Stimme, die authentische Art zu singen bringen immer wieder die Lebensgefühle der Menschen voll zum Ausdruck.

Der Mensch mit seinen Gefühlen und Problemen steht auch in seinem neuen Album im Mittelpunkt. „Selbstverwirklichung“ ist dabei ein großes Thema. Der gleichnamige Song wurde unter großem Beifall vorgestellt. Konnte sich doch so mancher Besucher mit dem Inhalt des Textes identifizieren.

„Verzeiht’s einem alten Mann, dass er so gerne Gitarre spielt“, so Cornelius, der mit seinen toll arrangierten Gitarrensolos das Publikum begeisterte.