Erstellt am 12. Juni 2016, 05:50

von Alois Steinhauser

Pilgern seit 333 Jahren. Im Jahre 1683 zogen erste Wallfahrer nach Maria Anzbach. Noch heute fühlen sich Menschen an das Gelübde gebunden und folgen der Tradition.

Die 65 Teilnehmer stellten sich nach der Festmesse dem Fotografen. Auch Bürgermeister Leopold Figl (Bildmitte) und Anton Trinkl (mit dem neuen Fußwallfahrer-Kreuz) waren dabei.  |  NOEN, Steinhauser

Am frühen Morgen brachen 65 Pilger aus Langenrohr zur nunmehr 333. Wallfahrt nach Maria Anzbach auf. Beim Fußwallfahrer-Kreuz in Hagenau wurde erstmals Rast gemacht, danach spendierten Asperhofens Altbürgermeister Josef Ecker und Poldi Hufnagl ein Frühstück.

Nach über 20 km Wanderung zogen die Pilger schließlich gemeinsam mit den übrigen Wallfahrern in die Kirche ein. Im Rahmen der Jubiläumsmesse (zelebriert von Pfarrer Anton Aichinger) übergab Bürgermeister Leopold Figl eine von Eva Hameder angefertigte Jubiläumskerze an den Maria Anzbacher Pfarrer Wilhelm Schuh und ein neues Fußwallfahrer-Kreuz wurde gesegnet. Die Kerze zum 333-jährigen Wallfahrtsjubiläum soll alljährlich entzündet werden.

Die Legende besagt

1683 erkrankte die Dienstmagd eines Langenrohrer Wirtes an der Pest. Nachdem sie „Mutter der Barmherzigkeit von Anzbach, hilf!“ gerufen hatte, sei sie augenblicklich geheilt worden.

Ähnliche Wunder ereigneten sich angeblich auch im nahen Ollern. Nach Ablegen eines Gelübdes fand die Pest ein Ende. Seither finden alljährlich aus Dankbarkeit die Wallfahrten statt.