Erstellt am 29. Juni 2016, 05:00

Baustellen-Demo: Wiedehopf bremst Stupa. Initiative „Rettet den Wagram“ blockierte Baufahrzeuge. Jetzt wird ein neues Gutachten abgewartet. Elisabeth Lindmayer (Stupa Büro): „Viele Falschmeldungen.“

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In Feuersbrunn soll am Fuße des Wagram ein Stupa errichtet werden (

). Die Initiative „Rettet den Wagram“ schlug jetzt zum wiederholten Male Alarm, weil die Bauarbeiten angeblich ein Wiedehopf-Gehege gefährden würden.

Mit Traktoren und großflächigen Transparenten fuhr die Initiative an der Wagramkante auf, um die Baufahrzeuge zu blockieren, die Polizei musste schlichtend eingreifen.

Mit dem Verantwortlichen auf der Baustelle wurde einvernehmlich vereinbart, das neue Gutachten des Sachverständigen des Landes Niederösterreich in Sachen Wiedehopf-Gefährdung abzuwarten. „Es handelt sich um keinen Baustopp“, wie Bezirkshauptmann Andreas Riemer betont.

Garten soll Paradies für Lebewesen werden

Verzweifelt angesichts der Demonstration und „vieler Falschmeldungen“ zeigt sich Elisabeth Lindmayer vom Stupa Büro. Rund um den Stupa würde ein Garten entstehen, der dem Wiedehopf und anderen Lebewesen „einen paradiesischen Platz“ bietet. Der Stupa sei ein Friedenssymbol, das Menschen zusammenführen soll. Die Mitinitiatorin hofft, dass das auch gelingt.

Update: Gutachten liegt vor

Das Gutachten der Naturschutz-Sachverständigen liegt jetzt vor. Bezirkshauptmannstellvertreter Josef Wanek dazu: „Es wurde festgestellt, dass bei intensiver Baustellentätigkeit Gefahr besteht, dass das Wiedehopfpaar seinen Nachwuchs im Brutkasten verlässt.“

Die Baufirma habe daher ihre Arbeiten vorerst freiwillig eingestellt. Der Wiedehopf-Brutkasten wird laufend beobachtet. Erst dann wird sich weisen, wann die Bauarbeiten fortgesetzt werden können.

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