Erstellt am 23. April 2016, 10:24

von Günter Rapp

Rennsportfanatiker : "Mit Hirn fahren!". Jettsdorfer Oldtimerfan startet am Sonntag beim traditionsreichen Seiberer-Bergrennen mit Fiat Abarth.

Eduard Weidl mit seinem Fiat Abarth 1000 Berlina Corsa Baujahr 1960, den er in zehnmonatiger mühevoller Kleinarbeit zerlegt und von Grundauf restauriert hat.  |  NOEN, Rapp

Wenn am 24. April die Motoren der historischen Rennboliden am Seiberer aufheulen, dann ist nach zweijähriger krankheitsbedingter Pause Eduard Weidl mit dabei. er frühere Mechaniker aus der Grafenwörther Ortsgemeinde Jettsdorf hat schon oft das Seiberer-Bergrennen in der Wachau absolviert.

Abarth wurde liebevoll restauriert

Der Fiat Abarth 1000 Berlina Corsa Baujahr 1960, 580 kg schwer und 101 PS stark, wurde vom Oldtimerliebhaber Weidl 1996 erworben und in zehnmonatiger mühevoller Kleinarbeit von Grund auf restauriert. In der Garage finden sich aber auch ein Fiat Abarth 207 ALS Baujahr 1955 - eines von weltweit nur mehr vier existierenden Fahrzeugen - sowie ein Fiat Abarth OT Baujahr 1971.

Der Motorbegeisterung hat sich Eduard Weidl bereits 1966 als Mechanikerlehrling im Waldviertel verschrieben. Damals fuhr er „Stangel-Puch-Rennen“. Später begann er mit dem Sammeln von Oldtimer-Rennautos. Auch seine Kinder sind vom Renn-Virus bereits infiziert: Sohn Bernd und Tochter Sonja nehmen an Slalomrennen in Fuglau und Neulengbach teil.

„Mit Hirn fahren, das ist wichtig“, so Eduard Weidl zur NÖN. „Und du musst Gefühl im Arsch haben und spüren, was dein Auto macht.“

Die Vorbereitungen für das sonntägige Seiberer-Bergrennen sind fast abgeschlossen. „Nur schade, dass es Tempolimits gibt“, schmunzelt Weidl.