Tulln

Erstellt am 06. April 2017, 03:30

von Doris Firmkranz

Götter sterben nicht. Das Römermuseum in Tulln ist aus dem Winterschlaf erwacht. Es lädt zum Besuch von Jupiter, Juno und Co., die heute noch „präsent“ sind.

Peter Höckner, Christoph Helfer und Günther Schörner staunen über dievielen von den Götterwelt hinterlassenen Spuren.  |  NOEN, Firmkranz

Die diesjährige Sonderausstellung im Römermuseum „Oh Götter! Ewiges Leben zwischen Hausaltar und Supermarkt“ widmet sich der römischen Götterwelt und geht u.a. der Frage nach: Wo haben die „Unsterblichen“ bis heute ihre Spuren hinterlassen?

„Vor allem im Supermarkt“, so Museumsdirektor Christoph Helfer schmunzelnd. Er verweist auf einen Einkaufswagen, prall gefüllt mit Dingen des Alltags. Da finden sich Diana, Ajax, Mars und viele mehr. Sogar der Markt, von dem der Einkaufswagen stammt, trägt einen „göttlichen“ Namen.

Die Sonderschau „Oh Götter!“ ist ab sofort bis 29. Oktober von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Daneben dokumentieren permanent Originalobjekte wie Schmuck, Gläser und Tonwaren, Münzen und Inschriftsteine das zivile Leben vor 2.000 Jahren.

Über das Leben am Donaulimes, als die Stadt an der Donau im Imperium Romanum „Comagena“ hieß, referierte Günther Schörner vom Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien zur Saisoneröffnung. Zu dieser bereits traditionellen Veranstaltung konnte Christoph Helfer wieder zahlreiche historisch interessierte Zuhörer begrüßen, unter ihnen auch seinen Vorgänger Roderich Geyer und Gemeinderat Peter Höckner.