Tulln

Erstellt am 06. Juli 2016, 04:46

von Wolfgang Stritzl

Rekorde bei Laufspektakel. Beim Rosenarcadelauf fielen auch der Zuschauer- und Hitzerekord. 826 Starter sorgten für Rekord-Teilnehmerfeld.

Es war ein tolles Lauf-Spektakel, das am Mittwoch in Tulln über die Bühne ging. Die sechste Auflage des Rosenarcadelaufs erreichte noch nie dagewesene Dimensionen. 826 Starter bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord.

„Wir haben aber auch einen zweiten Rekord gebrochen“, schmunzelt Hannes Blauensteiner vom Veranstalter „Die Sportpraxis“. Schweißtreibende 30,2 Grad Celsius hatte es noch bei keinem der fünf vorangegangenen Läufe gegeben.

So viele Starter und Zuschauer wie noch nie

Der Hitze geschuldet war auch, dass es keinen neuen Streckenrekord gab. Dafür sorgten so viele Zuschauer wie noch nie am Hauptplatz für eine „grenzgeniale“ Stimmung.

45 freiwillige Helfer – die meisten von der Sportunion Tulln, der Blauensteiner als Obmann vorsteht – waren im Dauereinsatz. Viele, viele Liter Wasser, Bananen und Wassermelonen wurden bei den Labestationen ausgegeben.

Mikl-Leitner unter den vielen Besuchern

Den sechsten Tullner Rosenarcadelauf eröffneten Landeshauptmann-Stv. Johanna Mikl-Leitner, Vizebürgermeister Harald Schinnerl und Sportstadtrat Wolfgang Mayrhofer. Für Stimmung sorgten die Moderatoren Markus Floth und Michael Pimiskern.

93 Staffeln gingen an den Start – eine logistische Herausforderung, die jedoch bestens gemeistert wurde. Kleinere Rempeleien konnten in der großzügigen Übergangs-Zone zwar nicht ausbleiben, die Disziplin der Läufer war dem Ehrenkodex in der Läuferszene entsprechend aber vorbildlich.

Überhaupt war der Veranstalter auf Sicherheit der Teilnehmer bedacht. So gab es in den Jugendbewerben einen neutralisierten Start, um Hektik zu nehmen.

Brütende Hitze war eine Herausforderung

Die Hitze war eine extreme Herausforderung. Ein „Bremsfahrer“ an der Spitze des Feldes achtete darauf, dass es die Mädchen und Burschen nicht zu schnell angingen. Am Ende des Tages durfte sich Blauen-steiner darüber freuen, „dass es keine Unfälle oder Verletzungen gegeben hat“.

Anita Miedl gewann wie schon im Vorjahr den Hobbylauf. privat  |  NOEN

In Erinnerung der Läufer blieb ein toll organisiertes Rennen, eine großartige Stimmung und eine selektive und in dieser Form einzigartigen Strecke.

Den Hauptlauf gewann Andreas Grubmüller. „Das Rennen war sehr hart – einerseits wegen der Temperaturen, andererseits wegen der selektiven Strecke“, so der 28-jährige Dürnrohrer. Grubmüller setzte sich in der ersten der drei Runden etwas ab, wurde aber zu Beginn der zweiten wieder eingeholt. „Ich war gezwungen zu taktieren, habe den Konkurrenten die Führungsarbeit überlassen, um in deren Windschatten Kraft zu sparen.“

Grubmüller attackierte zur Halbzeit des Rennens erneut und hatte zu Beginn der dritten Runde einen Vorsprung von 100 bis 200 Meter heraus gelaufen. „Ab diesem Moment wusste ich, dass ich die Zähne zusammen beißen muss. Die dritte Runde war körperlich, aber auch geistig die härteste. Ich war auf mich alleine gestellt und hatte das Hauptfeld an meinen Fersen.“ Grubmüller mobilisierte seine letzten Reserven. „Erst als ich zum letzten Mal im Schubertpark einbog, wusste ich, dass ich der diesjährige Sieger sein würde. Die letzten Momente habe ich richtig genossen.“

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Anita Miedl verteidigte ihren Titel beim Hobbylauf und lief trotz der brütenden Hitze sogar um knapp eine Minute schneller als im Vorjahr (27:45). Für ihr Team von „lauffrau.at“ gab es Platz zwei in der Firmenstaffel.

Lea Weidemann und Lina Neuhold liefen im Jugendlauf (U 12 weiblich) einen Doppelsieg für den SC Neustift heraus, die Hundertstel-Entscheidung fiel erst im Zielsprint.

Insgesamt gab es sechs verschiedene Bewerbe (Hauptlauf, Hobbylauf, Staffellauf, Walking, Jugendlauf, Inklusionslauf) und erstmals die Sonderwertungen „Tullns schnellste Firma“ und „Tullns schnellster Verein“.