Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:28

von Helga Urbanitsch

Schimmel seit 15 Jahren. Angeblicher Planungsfehler der Genossenschaft lässt eine Tullner Familie nicht zur Ruhe kommen. Valdrim Kastrat: "Niemand nimmt sich der Sache an, wir sind verzweifelt."

Auch im Kinderzimmer breitet sich der gesundheitsgefährdende Schimmel immer weiter aus.  |  NOEN

Seit 15 Jahren hat Familie Kastrat Probleme mit Schimmelbildung in ihrer Wohnung. „Am Anfang hieß es, wir sollen mehr lüften und einheizen, aber der Schimmel wurde von Jahr zu Jahr ärger“, erklärte Vater Vesel Kastrat.

Nach mehreren Gutachten stellte sich heraus, dass die Ursache ein Planungsfehler seitens der Genossenschaft und der Architekten sei, man versprach, die Sache in Ordnung zu bringen. „Letztes Jahr wurde der Schimmel mit einem Mittel behandelt, der fürchterliche Gestank war unerträglich, für unsere Kinder und uns sicher nicht gesund“, ist Sofe Kastrat verzweifelt. „Die Gutachter arbeiteten mit Schutzmasken, uns vertröstete man, man könne ja die Fenster öffnen“, fügte Sohn Valdrim hinzu. „Außerdem bekamen wir nie ein Gutachten zu lesen“, wunderte sich die Familie.

Alpenland ist informiert

„Mein Gutachten liegt bei Alpenland vor“, erklärte Ziviltechniker Gerhard Burian, „ich habe das Gutachten meinem Auftraggeber, das ist Alpenland, auszuhändigen.“

Die Familie wartet auf Maßnahmen seitens der Genossenschaft, das Problem in den Griff zu bekommen: „Die Genossenschaft hat versprochen, sich zu melden, bis heute ist nichts geschehen.“

„Meine Geschwister und ich sind in dieser Wohnung aufgewachsen, meine Schwester ist jetzt 12 Jahre und von Geburt an hier, wir alle leben in dieser Wohnung, umgeben von Schimmel und diesem eigentümlichen Geruch“, erklärt Valdrim, der älteste Sohn (23 Jahre).

Die Alpenland-Geschäftsführung macht sich zurzeit mit der Sachlage vertraut, wird alles genau prüfen und zu einem späteren Zeitpunkt eine Stellungnahme abgeben.