Erstellt am 15. Dezember 2015, 16:55

von NÖN Redaktion und APA/Red

Schule in Tulln evakuiert: 25 Jugendliche im Spital. Durch das Entweichen eines unbekannten Gases kam es heute zum Großeinsatz der Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Polizei und Feuerwehr in Tulln.

 |  NOEN, RK NÖ
In Tulln musste am Dienstagnachmittag ein Schulgebäude evakuiert werden: Nach Angaben des Roten Kreuzes NÖ war ein noch nicht näher bekanntes Gas oder eine "Substanz" entwichen. Schüler des BRG hatten über Schwindel und Übelkeit geklagt. Neun Jugendliche wurden umgehend ins Spital gebracht, in der Folge weitere 18 zur Abklärung.

Die Direktion des Bundesschulzentrums hatte um 15.00 Uhr Alarm geschlagen, teilte NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger mit. Im Gebäude machte sich demnach ein beißender, süßlicher Geruch bemerkbar, eine ganze Klasse habe Reizhusten und Vergiftungserscheinungen verspürt.

Insgesamt 120 Schüler wurden evakuiert und vorübergehend im Turnsaal untergebracht, während Feuerwehrtrupps Messungen durchführten. 

Seitens des Roten Kreuzes befanden sich 25 Helfer im Einsatz. Neben den Rettungsteams sowie zwei Notärzten war auch das Bezirkskommando in kürzester Zeit am Ort, um den Einsatz zu koordinieren. Mit insgesamt zwölf Rotkreuz-Fahrzeugen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen erfolgte der Transport der Schüler in die umliegenden Krankenhäuser. Die unverletzten Schüler wurden in der nahegelegenen Sporthalle von Rotkreuz-Mitarbeitern und Kriseninterventionsteams betreut.

Einige Schüler wieder aus Spital entlassen

Einige der Schüler des BG/BRG Tulln sind mittlerweile wieder entlassen worden, teilte NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger am Dienstagabend mit. Der Gestank im Gebäude habe sich relativ rasch verflüchtigt. Die Schule, die am Nachmittag wegen eines Gasgeruchs evakuiert worden war, sei aber von der Polizei noch nicht freigegeben.

Mehrere Chemiker und Schadstoffexperten waren bis 20.00 Uhr im Einsatz. Danach wurden dem Sprecher zufolge alle Fenster des Gebäudes geschlossen, weil man am Mittwoch um 6.00 Uhr eine nochmalige Sicherheitsmessung der Luft durchführen will. Sollte dabei nichts gefunden werden, könne der Schulbetrieb um 7.00 Uhr aufgenommen werden.

Die Ursache sei noch nicht eruiert worden. Laut Resperger seien mehrere Möglichkeiten wie etwa aus dem Kanal austretende Fäulnisgase denkbar.