Erstellt am 09. April 2016, 12:54

von Doris Firmkranz

So heilten schon die alten Römer. Verblüffendes erfährt man in der aktuellen Sonderschau über Medizin und Körperpflege zur Römerzeit.

Eduard Pollhammer vom Archäologischen Park Carnuntum, Direktor der Tullner Museen Christoph Helfer, Archäologe Rupert Breitwieser und Kulturgemeinderat Peter Höckner eröffneten die Schau.  |  NOEN, Firmkranz

Mit zahlreichen Wehwehchen, die die Römer in der Antike plagten, beschäftigt sich die Sonderausstellung 2016 ebenso wie mit den Gerätschaften, die die vornehme Römerin zur Pflege ihrer zarten Haut benutzte. „Schlangenstab und Strigilis“ titelt sich die diesjährige Sonderschau im Tullner Römermuseum, die Einblicke in die damalige Medizin und Körperpflege gibt.

Die Strigilis ist laut Wikipedia „ein in der Antike gebräuchliches Instrument und Sportgerät, mit dem nach sportlichen Übungen oder dem Besuch des Schwitzbades Öl, Schweiß und Staub vom Körper geschabt wurden.“ Der Schlangenstab – eigentlich Äskulapstab –  war ursprünglich ein Attribut des Gottes der Heilkunde in der griechischen Mythologie. Heute ist er das Symbol des ärztlichen und pharmazeutischen Standes.

Ein Fragment eines solchen Stabes ist als Leihgabe des archäologischen Parks Carnuntum zu bewundern. Ebenfalls von dort kommt das Highlight der Schau, der Grabstein eines heilkundigen Sklaven. „Das ist etwas ganz Seltenes. Ein Grabstein für einen Sklaven war eigentlich undenkbar. Der muss sein Fach verstanden haben“, meint Direktor Christoph Helfer, der zur Auftaktveranstaltung mit Vortrag zahlreiche Gäste begrüßen konnte.

Römermuseum

Öffnungszeiten: Von 19. März bis 30. Oktober 2016, Mittwoch bis Sonntag sowie Feiertag von 10 bis 17 Uhr.

Führungen: Gegen Voranmeldung unter 02272/690 189

Kontakt: 02272/690 189

www.roemermuseum-tulln.at

roemermuseum@tulln.gv.at

Programmvorschau:

Sonntag, 22. Mai, 15.30 Uhr, „Museumsfrühling Niederösterreich“, Spezialführung zur diesjährigen Sonderschau