Erstellt am 16. Oktober 2015, 12:27

von Gabi Gröbl

Spende statt Sport. Rudolf Mrstik stellte sein Pferd in den Stall und hängte die Zügel an den Nagel. Seine Ausrüstung spendete er.

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Mittlerweile hat sich die Plattform für Flüchtlingshilfe etabliert.Zahlreiche Helfer und Spender haben sich gefunden, um den Kriegsflüchtlingen ein neues Zuhause zu ermöglichen. Unter ihnen ist Rudolf Mrstik, bekannt als Koordinator des Reitwegenetzes in der Gemeinde und bislang selbst aktiver Pferdesportler. Mrstik: „Gesellschaftlich und altersbedingt, Pferd und Besitzer, ist die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen von allem, was einem einst einmal lieb war.“

"Das letzte Hemd hat keine Taschen"

Er trennte sich von seiner kompletten Pferdesportausrüstung und stellte den Erlös der Plattform für Flüchtlingshilfe Sieghartskirchen zur Verfügung. „Das Pferd ist auf einer Pensionsweide bestens versorgt“, ergänzt er. Die beiden Kutschen, Sattel, Riemen und vieles mehr wurden geputzt und haben für 3.000 Euro neue Besitzer gefunden. Rudolf Mrstik freute sich über den Erfolg und blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück: „Dort, wo der Pferdesport hoffnungsfroh begonnen hat, soll er auch nach 40 Jahren positiv beendet werden, denn das letzte Hemd hat keine Taschen.“

Die Plattform Flüchtlingshilfe ist ein eingetragener Verein. Mitglieder und Helfer sind herzlich willkommen, jeder darf sich einbringen. Am Mittwoch, 14. Oktober, gibt es um 18.30 Uhr ein Treffen beim Heurigen Thomaso. Dort werden die Vereinsarbeit, Spenden, die private Unterbringung und vieles mehr besprochen und erläutert. Die Plattform erwartet demnächst weitere zehn Flüchtlinge, die privat Aufnahme finden.