Erstellt am 10. Februar 2016, 05:33

von Patrizia Golda

Sportplatz wird verlegt. Bürgermeister Titz bestätigte das Gerücht, dass ein neuer Standort angestrebt wird. Zuerst muss allerdings noch einiges geklärt werden. Verkehrslage soll sich nicht verschlechtern.

Der Platz muss saniert werden. Schon bei normalem Regen ist kein Spielen möglich.  |  NOEN, Shutterstock

Schon seit einiger Zeit macht das Gerücht die Runde, dass der Sportplatz des SV an den Ortsrand verlegt werden soll, ein Projekt, das die Gemeinde bereits vor vielen Jahren umsetzen wollte. Nun soll das Vorhaben wieder in Angriff genommen werden, wie Bürgermeister Maximilian Titz bestätigte: „Der Gedanke ist da, das stimmt.“ Jedoch wird es noch einige Zeit dauern, bis die Bevölkerung nähere Infos bekommt. „Zuerst wird geprüft, ob es laut Raumplanung überhaupt möglich ist“, gibt Titz den Zeitplan vor. Danach soll die Finanzierung angegangen werden.

Eine Befragung oder Beteiligung der Bevölkerung ist nicht geplant, Titz verspricht aber eine Bürgerinformation, „wenn das Projekt konkrete Formen angenommen hat.“

Standort nördlich der Bahn

Michael Edinger, Obmannstellvertreter des Sportvereins, befürwortet das Projekt prinzipiell: „Für uns kommt die Verlegung nur infrage, wenn wir dann mehr Platz zur Verfügung haben, das ist uns wichtig.“ Auch eine verkehrstechnisch günstige Lage sei laut Edinger anzustreben, wie der Standort nördlich der Bahn, der schon damals ins Auge gefasst wurde.

Während die FPÖ, damals noch unter Frank-Dieter Stanzel, federführend bei der Verhinderung des Projekts war, können sich die Blauen nun eine Verlegung durchaus vorstellen, „sofern diese auch vom Sportverein so gewollt wird“, wie Thomas Zeimke erklärte. Außerdem gäbe es laut Zeimke derzeit wichtigere Projekte, wie den Hochwasserschutz oder den Kindergarten St. Andrä.

Die Bürgerliste sprach sich ebenfalls für das Projekt aus: „Ich glaube, dass wir einen Ortskern schaffen können, mit Wohnungen für die Jugend“, so Patrick Trinko.

„Für uns kommt die Verlegung nur infrage, wenn wir dann mehr Platz zur Verfügung haben.“ Michael Edinger, Obmannstellvertreter des SV

Die Grünen waren eine der ersten, die eine Verlegung des Sportplatzes anstrebten, doch unter gewissen Voraussetzungen: „Wir fordern einen Architektenwettbewerb, es soll genug Grünflächen für die Anrainer und keine Verschlechterung der Verkehrssituation geben. Die Bewohner sollen in die Planung unbedingt miteinbezogen werden“, erklärt Ulli Fischer.

Wille von Anrainern und Sportverein gefragt

Die Rahmenbedingungen sind auch der SPÖ wichtig, dazu zählen die Möglichkeit der Finanzierung und der Wille von Anrainern und Sportverein. „Wenn es zu großen Widerstand der Bewohner gibt, hat das Projekt keinen Sinn. Auch im Sportverein sind sich nicht alle einig“, weiß Franz Semler. Er wirft zudem die Fragen in den Raum, ob eine Rückwidmung des gewählten Standorts überhaupt möglich sei.