St. Andrä-Wördern

Update am 01. Juli 2016, 15:13

Unter freiem Himmel: Oper unter Sternen 2016. Beliebtes Festival geht in seine 11. Spielzeit. Erstmals gibt es eine Abendvorstellung der Jungen Sommerakademie.

HKK-Präsident Titus Hollweg (vorne) freut sich schon auf die Junge Sommerakademie, bei der die Teilnehmer das Shakespeare-Stück „Der Sturm“ erarbeiten werden.  |  NÖN, NÖN

Für manche ist 2016 das Jahr des Fußballs. Bei Oper unter Sternen bedeutet es auch noch Mozart, Shakespeare und Nestroy!

Denn unter anderen haben diese drei wichtigen Persönlichkeiten der Kulturgeschichte heuer ein Jubiläumsjahr. Deshalb richtet der Hagenthaler Kulturkreis – Veranstalter von Oper unter Sternen – sein Programm auch auf diese drei klingenden Namen aus.

Besonders bemerkenswert wird der Abend des 2. Juli sein. Der junge Komponist Florian C. Reithner, u.a. einer der letzten Stummfilm-Pianisten unseres Landes, begleitet live! den Stummfilm „Lumpaci Vagabundus“ aus dem Jahre 1922. Der Film wurde in einem aufwendigen Verfahren restauriert und wird in brillanter HD-Qualität gezeigt. Die Musik zum Film wird auf der „Oper unter Sternen“-Bühne auf einem Alpha Piano, der Klavier-Neuerfindung aus St. Andrä-Wördern, die weltweit für Furore sorgte, dazu gespielt werden. „Damit decken wir fast ein ganzes Jahrhundert an Filmgeschichte ab“, erklärt Titus Hollweg, der seit Februar als Präsident des Hagenthaler Kulturkreises amtiert, „es wird eine einzigartige Symbiose aus alt und modern.“

Weiterer Schwerpunkt des Programms sind die beiden Vorstellungen der Jungen Sommerakademie, die Hollweg schon seit Jahren in die Open-Air Veranstaltung integriert. Rund ein Dutzend Betreuer und Dozenten (darunter Pantomime-Lehrer, Fechtmeister und Choreografin) werden mit 50 Kindern und Jugendlichen William Shakespeares „Der Sturm“, die Romanze rund um den Zauberer Prospero, auf die Bühne bringen.

Junge Menschen und Literaturgeschichte

Auf die Frage, ob die Kost für Kinder in diesem Alter nicht zu schwer sei, antwortet Titus Hollweg, Leiter und Regisseur der Akademie: „Ich halte es für überaus wichtig, junge Menschen so früh wie möglich mit den Werten der Literaturgeschichte in Berührung zu bringen. Unsere Shows haben nichts mit Schulaufführungen zu tun, die man am Ende des Schuljahres ohnehin zu Hauf findet. Wir haben einen viel höheren Anspruch an Qualität.“

Die heurige Saison von Oper unter Sternen sieht der Hagenthaler Kulturkreis übrigens auch als Testballon für das Festival 2017, bei dem sich vieles ändern wird: „Ich will nicht mehr dazu sagen, als dass es ein Spektakel wird“, so Hollweg.