St. Andrä-Wördern

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:37

von Patrizia Golda

Verkehrsberuhigung: „Das verstehe ich nicht“. FP-Zeimke kritisiert das Fehlen von Bremsschwellen, Kögl (Bürgerliste) ließ Zonen-Markierungen anbringen. Das Projekt einer Begegnungszone wird weiterverfolgt.

Ob der Verkehr nun durch Bremsschwellen oder lieber doch mit...  |  NOEN

Vor allem im Sommer herrscht in der Badesiedlung ein großes Verkehrsaufkommen. Bis jetzt wurden zur Beruhigung entlang des Gemeindeweges Bremsschwellen gesetzt. Wie Gemeinderat Thomas Zeimke (FPÖ) allerdings feststellte, wurden diese heuer einzig an den zwei Einfahrten in die Siedlung (Hafenstraße, bzw. Unterführung Donaustraße) montiert. „Die Unbürgerliste sorgt für einen Schildbürgerstreich. Die Schwellen wurden so geschickt positioniert, dass sie ganz sicher für keine Verkehrsberuhigung sorgen werden“, so Zeimke, denn dort müsste man ohnehin abbremsen.

... Bodenmarkierungen beruhigt werden soll, sorgte für Streit im Gemeinderat.  |  NOEN, privat

Der zuständige geschäftsführende Gemeinderat Alfred Kögl (Bürgerliste) erklärt, dass die Schwellen heuer ohnehin nur ein Provisorium seien. Bezüglich der Verkehrsberuhigung gab es mehrere Besprechungen mit einem Sachverständigen, der die Schwellen als sinnlos einstufte. Stattdessen wurden an den Einfahrten entsprechende Bodenmarkierungen gesetzt, die das Gebiet als Zone definieren. „Wir wollten einen Torcharakter schaffen, als sichtbares Zeichen für gemäßigten Verkehr“, so Kögl. Er wehrt sich gegen die Vorwürfe, dass dies der Feder der Bürgerliste entsprungen sei und erklärte, er befolge nur die Ratschläge des Sachverständigen. Über das Vorgehen von Zeimke ärgert sich Kögl am meisten: „Die FPÖ war zu allen Besprechungen und Sitzungen eingeladen, ist der Einladung aber nie nachgekommen. Stattdessen machen sie ihrem Ärger lieber in sozialen Netzwerken Luft. Das verstehe ich nicht!“ Kögl erklärte, dass die Schwellen ein Risiko für Radfahrer darstellen, wie der letzte schwere Unfall in der Badesiedlung zeigte.

Bremsschwelle oder doch Begegnungszone?

„Als Herr Zeimke für das Ressort Badesiedlung zuständig war, gab es einen schweren Unfall mit zwei Radfahrern, in meiner Ära gab es das noch nicht“, so Kögl. Er ergänzt, dass die Bodenmarkierungen aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss seien, die Gemeinde verhandelt bereits seit Langem, um das Gebiet in eine Begegnungszone zu verwandeln. Das Projekt wurde zwar bereits ad acta gelegt, aber weiterverfolgt. Die Badesiedlung wäre dann die größte Begegnungszone in Österreich.