Erstellt am 11. Mai 2016, 05:44

von Thomas Peischl

Stadt kämpft gegen Werbe-Wildwuchs. Stadtgemeinde erinnert an Regelung. Buchinger (TOP): "Bedenklich, dass Bürgermeister keine anderen Sorgen hat."

Ein Positivbeispiel im Bereich der Abfahrt von der alten Donaubrücke zum Kreisverkehr: Die Werbeflächen an den großen Straßenlaternen können von Unternehmen gemietet werden und sind von der Stadtgemeinde genehmigt.  |  NOEN, Thomas Peischl

Um das attraktive Stadtbild zu erhalten, sind Werbetransparente auf Zäunen und Balkonen in Tulln per Verordnung nicht erlaubt — eine Tatsache, die vielen Bürgern offenbar gar nicht bewusst ist.

Im gültigen Tullner Bebauungsplan wurde schon vor vielen Jahren die Verwendung von Werbeanlagen geregelt. Das damalige Ziel gilt noch heute: Das attraktive Stadtbild, in das die Stadtgemeinde jährlich große Summen investiert, soll nicht durch unschöne Werbung „zugepflastert“ werden.

Da diese Regelung häufig nicht beachtet wird und immer mehr Transparente auf privaten Zäunen und Balkonen zu sehen sind, werden von der Fachabteilung der Stadt regelmäßig die Standorte der unerlaubt angebrachten Werbemittel erhoben und die jeweiligen Personen direkt angeschrieben.

Eine Firma, die immer wieder mit Werbung im Stadtbild auffällt, ist die „On Project GmbH“, für die unter anderem Stadtrat Ludwig Buchinger arbeitet. Sein Kommentar: „Ein Wahnsinn! Angesichts des Schuldenstands und des Rechnungshofberichts ist es schon bedenklich, dass der Bürgermeister keine anderen Sorgen hat.“