Erstellt am 15. Januar 2016, 21:40

Stadtfeuerwehr Tulln: Kein Nachfolger. Mit einem Knalleffekt endete die Mitgliederversammlung der Stadtfeuerwehr Tulln.

Kommandant Ernst Ambrozy (r.), Stellvertreter Gerhard Müller (2.R. l.), Verwalter Hans Payer (vorne, 2.v.l.) behalten interimistisch ihre Funktionen. Vizebürgermeister Harald Schinnerl sagte die Unterstützung der Stadtgemeinde zu, es gelte »die Hauptlast auf mehr Schultern zu verteilen, als es bisher waren«.  |  NOEN, Thomas Peischl
Die Neuwahl des Kommandos war überraschend schnell abgeschlossen – denn sie brachte kein Ergebnis. Vorschläge für die Nachfolge von Ernst Ambrozy hatte es gegeben. Gut 80 Prozent lauteten auf den bisherigen Stellvertreter Gerhard Müller. Der ist auch Feuerwehrmann mit Leib und Seele, aber Kommandant? Das geht sich in einer derart großen Freiwilligen Feuerwehr wie Tulln derzeit zeitmäßig beim besten Willen nicht aus.

Schwierige Tage, Lösung wird gefunden

„Es sind schwierige Tage für Tulln, aber wir müssen da durch und ich bin überzeugt, dass wir eine Lösung für dieses personelle Problem finden werden“, betonte Vizebürgermeister Harald Schinnerl. Die Stadtfeuerwehr sei hochprofessionell aufgestellt. 2015 galt es zu 79 Brandeinsätzen, 254 technischen Einsätzen und 84 Brandsicherheitswachen auszurücken. „Insgesamt wurden 12.323 Stunden unentgeltlich und selbstlos für die Bevölkerung erbracht. Dafür meine höchste Wertschätzung, Dankeschön!“, so Schinnerl weiter.
Bevor die personelle Führungsfrage geklärt wird, gelte es jetzt die Struktur zu überdenken: „Ich verstehe, wenn es einem zu viel wird. Vielleicht gilt es jetzt die Hauptlast auf mehr Schultern zu verteilen, als es bisher waren“, erklärte der Vizebürgermeister.

Interimistisch bleibt das Kommando mit Ernst Ambrozy an der Spitze, Gerhard Müller als Stellvertreter und Hans Payer als Leiter des Verwaltungsdienstes bis auf Weiteres im Amt.

Mehr über die Versammlung und die Jahresbilanz der Stadtfeuerwehr lesen Sie in der kommenden Printausgabe der Tullner NÖN.