Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:43

von Doris Firmkranz und Bernhard Steinböck

Stimmung wirkt sich aus. Wirtschaftskämmerer Christian Bauer rechnet mit einer geringfügigen Umsatzsteigerung. Händler hoffen auf Verbesserung der Bilanz in den nächsten Tagen.

 |  NOEN, Steinböck

In puncto Weihnachtseinkäufe herrschen bei Tullner Unternehmern gemischte Gefühle. Viele bezeichnen die Tage bis zum 24. Dezember als „nicht berauschend“.

„Einkaufen hängt immer auch mit einer gewissen Laune zusammen“, erklärt sich dies Juwelier und Uhrmacher Johann Figl. „Negative Meldungen in den Tagesnachrichten haben dazu geführt, dass Kunden eher zurückhaltend waren“, so Figl. Kollegen nicht nur aus seiner Branche hätten dies bestätigt.

Positiv vermerkt wird die Besucherfrequenz in der Rosenarcade. „Am vierten Einkaufssamstag lagen wir bei einem Plus von 25 Prozent, im Vergleich zum Durchschnitt der heurigen ersten drei Adventsamstage“, freut sich Center-Managerin Katharina Gferer. Die darauffolgenden Wochentage bis zum 24. Dezember erzielten ähnliche Frequenzen. „Die Trendprognose der sogenannten Late Shoppers hat sich eindrucksvoll bestätigt“, so Gferer.

Laut Tullns WKO-Obmann Christian Bauer lässt sich ein durchaus gutes Resümee ziehen: „Der Gesamtumsatz in Österreich wird gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von einem Prozent prognostiziert.“ Bauer meint, dass diese Zahl auch für Tulln repräsentativ sei.

Umtausch und Gutscheine sind positiv

Auch manche kleinere Geschäfte konnten in den Weihnachtstagen eine stärkere Besucherfrequenz gegenüber zum Vorjahr verzeichnen. Helga Steinböck (Schreibwarenhandlung Papier & Bücher) etwa: „Ich muss die Zahlen zum Vorjahr erst vergleichen, aber vom Bauchgefühl her bin ich zuversichtlich, dass mehr los war.“

Die Renner im Weihnachtsshopping waren die neuesten Smartphones und Konsolen-Spiele. Aber auch Schmuck, hochwertige Kosmetik und natürlich Spielwaren wanderten vermehrt über den Ladentisch. Eine endgültige Bilanz kann erst in wenigen Tagen erfolgen, wenn die Zahlen vom Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr vorliegen – Umtauschen und eingelöste Gutscheine wirken sich erfahrungsgemäß positiv auf den Umsatz aus.

Bauer sieht auch die fallenden Temperaturen gerade für den Modehandel als Chance für ein gutes Ergebnis. Nina Stift (Stift Mode) ist aber jetzt bereits zufrieden: „Man darf auch nicht vergessen, dass Weihnachten ein traditionelles Fest ist. Da gehört Schenken nun einmal dazu, um seinen liebsten Mitmenschen Danke zu sagen.“