Tulln

Erstellt am 15. Oktober 2016, 05:27

von Doris Firmkranz

Zu modern für die City?. Der Trend zu einer leichten, gesunden Mahlzeit ist groß. Doch „Fred“, der Foodtruck, darf nicht in die Innenstadt. Jetzt kocht er am Nibelungenplatz.

Kevin Rohringer ist in seinem Foodtruck „Fred“ ganz in seinem Element.  |  NOEN

Die „Foodfighters“ sind unterwegs! Der Name klingt kämpferisch, doch es handelt sich um friedliche, junge Menschen, die nichts anderes im Sinn haben, als ihre Kunden mit einem gesunden, frisch gekochten Mittagsmahl zu verwöhnen.

Initiator Kevin Rohringer liegt damit voll im aktuellen Streetfood-Trend. Einmal pro Woche steuert er mit seinem Foodtruck, einer Art Küche auf Rädern, die er „Fred“ nennt, verschiedene Standorte an, darunter auch Tulln. Kevins Geschäftsidee: Jeder Kunde sucht sich seine ganz persönlichen, frischen und aus der Region stammenden Zutaten selbst aus.

Stadtgemeinde spricht von „Wettbewerbsverzerrung“

„Mein Traum wäre natürlich ein Standort am Hauptplatz gewesen“, so Kevin, „habe aber keine Bewilligung dafür bekommen.“ Die Stadtgemeinde spricht von „Wettbewerbsverzerrung“, das gastronomische Angebot sei dort bereits sehr dicht. Doch Kevin sieht sich nicht als Konkurrent: „Ich würde mit dem Foodtruck ja nur an einem Tag der Woche für wenige Stunden dort stehen.“

Schließlich hat man sich auf einen Standort am Nibelungenplatz geeinigt. Jeden Mittwoch zwischen 11 und 15 Uhr bereitet Kevin bis Ende November (solange läuft die Bewilligung) ein gesundes, frisch gekochtes Mahl individuell für seine Kunden.

Und obwohl er am Hauptplatz ein „Mehrfaches an Umsatz einfahren könnte“, ist er nicht ganz unzufrieden. „Ich liebe meine Arbeit, und auch Menschen ein modernes Lebensgefühl zu vermitteln“, so der „Foodfighter“.