Erstellt am 17. Februar 2016, 05:54

von Günter Rapp

Stupa vor Umsetzung. Stupa Institut erwartet sanften Tourismus und Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region. Initiative "Rettet den Wagram"kämpft gegen "Kapellen"-Projekt.

Symbolbild  |  NOEN, Symbolbild

Optimistische Töne, was den Bau des Stupa betrifft, kommen vom Stupa Institut. Begonnen werden soll mit der Umgestaltung des Gartens, der so naturnah wie möglich in die Landschaft eingebettet sein soll. „Ein besonderer Kraftplatz auf dem Grundstück soll allen zum Krafttanken zur Verfügung stehen“, sagt Elisabeth Lindmayer vom Stupa Institut.

Stupa als Ausdruck von Liebe und Versöhnung

Die Betreiber möchten in buddhistischer Philosophie – Religion als Ausdruck von Liebe, Verständnis und Versöhnung – den Stupa errichten. Alle Menschen seien eingeladen, Teil dieses Vorhabens zu sein.

Weil alle rechtmäßigen Bescheide von den Prüfstellen und vom Land NÖ rechtskräftig eingetroffen sind, kann auch der Spatenstich bereits geplant werden.

Die Errichtung des Stupa erfolgt nach Auskunft des Stupa Institutes auch nicht im Natura-2000-Schutzgebiet und gefährdet weder Tier- noch Pflanzenarten. Ein privates Hotelbau-Projekt sei nicht geplant und es gäbe keine Landschaftsbeeinträchtigung. Lindmayer: „Stupas sind ästhetische sakrale Bauwerke. Sie strahlen eine positive Energie von Frieden und Liebe aus.“

Mit einem wesentlich erhöhten Verkehrsaufkommen sei ebenfalls nicht zu rechnen, weil ein Stupa ein Ort der Stille, der Meditation und des Gebetes ist. „Es wird einen sanften Tourismus geben, der Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region schafft“, resümiert Elisabeth Lindmayer.

Die Initiative „Rettet den Wagram“ bekommt, wie die NÖN bereits berichtete, nun massive Unterstützung seitens der FPÖ. Mehr als 700 Unterschriften gegen den geplanten Bau eines Stupa am Rande des Wagram zwischen Wagram und Engabrunn wurden FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl im NÖ Landtag übergeben.

Ist Bauwerk weit mehr als eine Kapelle? 

Nach Ansicht der Initiative würde die Errichtung dieses Gebetszentrums die einzigartige Natur und Kulturlandschaft des Wagrams zerstören. Es handle sich auch keinesfalls nur um eine „Kapelle im Grünland“, wie verharmlosend vermerkt würde, so die Initiatoren der Unterschriftenkampagne um Helmut Ferrari, SPÖ-Gemeinderat Manfred Buchsbaum und FPÖ-Bezirksobmann Andreas Bors. Ihrer Aussage nach wird das Gebetszentrum eine Höhe von 33 Metern sowie eine Grundfläche von 765 m haben.

Unterstützung kommt von FPÖ-Politikern

Unterstützung kommt auch von Gottfried Waldhäusl: „Unsere schöne Kulturlandschaft darf durch derartige artfremde Bauten nicht zerstört werden. Sollte dieses Projekt in Grafenwörth durchgezogen werden, kann im Grünland bald alles gebaut werden. Ich werde nun auch Anfragen an die zuständigen Landesräte stellen. Es muss eine genaue Definition im NÖ-Raumordnungsgesetz vorgenommen werden.“