Tulln

Erstellt am 11. August 2016, 15:14

von Doris Firmkranz

„Wir sind eigentlich immer gut drauf“. Statt einem Board unter den Füßen, halten die Jungs aus der Skaterszene jetzt Maurerwerkzeug in Händen.

Frido Fiebinger, Wolfgang Enöckl, Matthew Collins, Elias Assmuth und Peter Ulrich am fast fertigen neuen Skaterplatz.  |  NOEN, Firmkranz

Sie heißen Elias, Wolfgang, Frido und Matthew. Die Jungs kommen aus den verschiedensten Teilen des Landes, Matthew ist Amerikaner. Eines haben die taffen Vier gemeinsam: die Leidenschaft fürs Skaten.

Ihr Board haben sie allerdings vor geraumer Zeit gegen Schaufeln und Kellen eingetauscht. Elias, Wolfgang, Frido und Matthew sind seit Anfang Juni als Experten mit der Errichtung der neuen Skaterbahn beauftragt. „Und die sind wiederum von der auf solche Anlagen spezialisierten Firma MRamps beschäftigt“, erklärt Peter Ulrich, der das Projekt im Namen der Stadtgemeinde leitet.

Gemma!-Jugend durfte mitbestimmen

Das neue Skaterparadies neben der Kunsteisbahn ist direkt in die Landschaft eingebettet und weist zahlreiche Rampen, Geländer und Hindernisse für fortgeschrittene Skater und Scooter-Fahrer auf. Es wurde gemeinsam mit der mobilen Jugendarbeit „Gemma!“ konzipiert. Die Jugendlichen haben sich aber auch mit Begeisterung an den Arbeiten beteiligt. „Wir versuchen die Beteiligten einzubinden um so bei neuen Projekten den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer bestmöglich zu entsprechen und die finanziellen Mittel gut zu investieren“, so Stadtrat Johannes Sykora. Das 150.000 Euro teure Projekt wird von der NÖ Stadterneuerung finanziell unterstützt.

Einen geregelten Tagesablauf kennen Elias, Wolfgang, Frido und Matthew nicht. Bei Sonnenaufgang verlassen sie ihre nebenan liegenden kleinen Schlafzelte und beginnen mit der Arbeit, die mitunter schon kurz vor Mittag wieder beendet werden muss – meistens aufgrund der Hitze, die der frisch aufgetragenen Spezialbetonmischung schaden könnte.

Wenn es gar zu heiß hergeht, ist schon mal ein Sprung in die nahe Donau angesagt. „Die sind immer gut drauf“, weiß Peter Ulrich. „Und am Abend wird sehr oft gegrillt“, so Elias über den Speiseplan.

Ob sie bei der für den Schulanfang geplanten Eröffnung dabei sein werden, weiß keiner der Jungs – höchstwahrscheinlich wartet dann schon das nächste Projekt auf die vier Spezialisten.