Tulbing

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:27

von Doris Firmkranz und Monika Gutscher

Tierliebe oder Quälerei?. Ehepaar läuft gegen Damwildzucht Sturm. Angebliche Missstände weist die Behörde zurück und beteuert, bei Kontrollen nur Unzulänglichkeiten festgestellt zu haben.

Die Bilder sprechen für sich. Die Ursache, warum dieser Hirsch verenden musste, gibt Rätsel auf.  |  NOEN

„Irgendetwas ist da faul. Jeder sagt, da muss was getan werden, aber meldet sich nie mehr wieder.“ Ingrid und Alexander Seebacher sind verzweifelt. Sie glaubten, mit dem Erwerb eines Bauernhofes am Tulbinger Kogl das große Los gezogen zu haben. Doch seither gibt es Streit mit dem Vorbesitzer, der jetzt in einer Räumungsklage gipfelte.

Auslöser ist die Damwildzucht des Vorbesitzers, die Angaben über die Zahl der Tiere schwanken hier von 80 bis 300. Bezirkshauptmann Andreas Riemer beteuert, beide Betriebe – auch die Seebachers halten Tiere – würden regelmäßig kontrolliert, bisher habe man aber höchstens „Unzulänglichkeiten“ festgestellt.

Familie Popp (Vorbesitzer) verweist in dieser Causa auf Anwalt Friedrich Gatscha. Dieser dementiert die Vorwürfe und betont, keinen tierliebenderen Menschen als Kurt Popp zu kennen. Laut Gatscha sei beim Kaufvertrag, der bei einem anderen Anwalt abgeschlossen wurde, vieles schiefgegangen.

Im Herbst soll das Gericht ein Machtwort sprechen. Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der Tullner NÖN.