Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:05

von Helga Urbanitsch

Freiwilligenpreis: Dreimal „Henri“ für den Bezirk. Jüngste Preisträgerin ist die erst 16-jährige Atena Atayie, die als Bewohnerin eines Tullner Flüchtlingsquartiers Zivilcourage bewies.

Rotes Kreuz-Präsident Josef Schmoll (2.v.l.), Club-NÖ-Geschäftsführerin Theres Friewald-Hofbauer (4.v.l), Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, Moderator Claudio Schütz mit dem „Netzwerk Michelhausen“, den Gewinnern in der Kategorie „Gruppen/Initiativen.  |  NOEN

In der Landesfeuerwehrschule Tulln wurde der Freiwilligenpreis „Henri“ in Niederösterreich erstmals vergeben. Das Rote Kreuz Niederösterreich und Club Niederösterreich als Kooperationspartner holten damit soziales Engagement vor den Vorhang.

110 Einreichungen gab es, darunter 46 Gruppeneinreichungen, die allesamt außerordentliches ehrenamtliches Engagement zum Inhalt hatten. Eine 16-köpfige Jury, bestehend aus jeweils einem Vertreter aller Partnerorganisationen ermittelte daraus die Preisträger der zehn Kategorien.

Der einzelne Mensch ist die Basis für individuelles oder in Gruppen und Vereinen organisiertes  Helfen.“

Theres Friewald-Hofbauer 

„Niederösterreich ist das Land der Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Ohne ihren Einsatz wäre vieles nicht möglich“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner.

Johanna Mikl-Leitner mit der 16-jährigen Atena Atayie, Bewohnerin eines Tullner Flüchtlingsquartiers, die außerordentliche Zivilcourage bewies. Sie griff ein, als eine Mitbewohnerin und deren Kind wiederholten Misshandlungen ausgesetzt waren.  |  NOEN, Urbanitsch

Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuz NÖ hob die große Vielfalt der Vereine hervor:
„Alle gemeinsam bewegen etwas, nur miteinander geht es, die ehrenamtlichen sozialen Tätigkeiten sind in unserer Gesellschaft unverzichtbar und von unschätzbarem Wert für das Miteinander.“

Über die Trophäe, drei Kreuze, die sich berühren, die auch den großen Zusammenhalt innerhalb der Organisationen verdeutlichen sollen konnten sich gleich drei Teilnehmer aus dem Tullner Bezirk freuen.

In der Kategorie „Einzelperson Zivilcourage“ ging „Henri“ an die 16-jährige Atena Atayie, in der Kategorie „Freiwillige freundliche Unternehmen“ gewann die Bäckerei Raschbauer in Ollern und das Netzwerk Michelhausen siegte in der Kategorie „Gruppen/Initiativen mit besonderem freiwilligen Engagement“.

Ein Lichtermeer war der krönende Abschluss der Preisverleihung „Henri“, das zum Zeichen für humanitäres Engagement und ehrenamtlichen Tätigkeiten den Platz vor der Landesfeuerwehrschule erhellte.  |  NOEN, Urbanitsch

„Die zehn Kategorien zeigen die große Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements, die Einzelpersonen sind die Basis“, freute sich Geschäftsführerin des Club Niederösterreich, Theres Friewald-Hofbauer.

Hubert Schultes von der Niederösterreichischen Versicherung, die den Wettbewerb als Hauptsponsor unterstützte, betonte, dass man Ehrenamtlichkeit fördern muss: „Daher werden wir auch 2018, wenn „Henri“ zum zweiten Mal verliehen wird, wieder als Partner zur Verfügung stehen.“

Andreas und Bettina Raschbauer beliefern täglich die Flüchtlingsquartiere mit mehreren Säcken Brot und Gebäck. Alle 120 Bewohner der Containerdörfer kommen so zu einem Frühstück und die Kinder können sich auch noch eine Jause mit in die Schule nehmen.  |  NOEN

Moderator Claudio Schütz führte durch den Abend.