Tulln

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:17

von NÖN Redaktion

Rettung aus der Luft: Flugdienst übt wieder. Für Katastrophenfälle wie Waldbrände oder Hochwasser muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb wird trainiert.

Von 18. Juli bis 9. August wird im Übungsdorf der NÖ Landesfeuerwehrschule mit dem Black Hawk geübt.  |  NOEN, NÖLFK/ Fischer

Der Flugdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ist zur Stelle, wenn Hilfe am Boden nicht mehr möglich ist. Es vergeht kaum ein Jahr, wo diese Spezialeinheiten nicht zum Einsatz kommen: meist bei Waldbränden, aber auch bei Hochwasserkatastrophen. In vielen Fällen müssen in Fluten eingeschlossene Menschen befreit oder auch Medikamente in die Überschwemmungsgebiete eingeflogen werden. Der Einsatz des Flugdienstes ist aber auch dann gefragt, wenn Hochwasserdämme zu brechen drohen und mit sogenannten Big Packs abgedichtet werden sollen, die vom Hubschrauber abgeworfen werden.

Unterstützt werden die Trupps von Pilotenteams des Bundesheeres oder der Polizei. Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, werden zwischen 18. Juli und 9. August am Gelände der Landes-Feuerwehrschule die Rotoren knattern, denn an acht verschiedenen Tagen wird die Menschenrettung aus der Luft geübt. Das Übungsdorf der NÖ Landesfeuerwehrschule zählt europaweit zu den modernsten Ausbildungsstätten. An diesem Standort können fast alle Szenarien in Bauwerken geübt werden, mit denen ein Feuerwehrmitglied im Ernstfall zu rechnen hat. So können auch Rettungsaktionen von Menschen trainiert werden, die aus verschiedenen Objekten ausgeflogen werden müssen.

Black Hawk startet zwischen 13 und 14 Uhr

Geübt wird mit einem Black Hawk des Bundesheeres, der an diesen Tagen etwa zwischen 13 und 14 Uhr in der Luft sein wird.

Der Flugdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes verfügt in NÖ derzeit über vier Stützpunkte: Dobersberg, Wiener Neustadt, Amstetten und Tulln. 106 Mann sind innerhalb kürzester Zeit abrufbar. Zur Bekämpfung der Waldbrände stehen drei Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 3000 Litern, acht mit 1000 und zehn mit 500 Liter Wasser zur Verfügung. Der NÖ Landesfeuerwehrverband hat im Vorjahr zusätzlich zwei mobile Hubschraubertankstellen mit einem Fassungsvermögen von je 5000 Litern Treibstoff (Kerosin, Diesel) in Betrieb genommen.