Erstellt am 22. Mai 2017, 05:58

von Martin Gruber-Dorninger

Bilanz-Präsentation: Agrana mit sattem Plus . Alle drei Segemente mit Gewinn. Im Bezirk Tulln erfreuliche Kampagne der Zuckerrüben. Weitere Investitionen in Standorten Tulln und Pischelsdorf geplant.

Agrana-Vorstandsmitglied Fritz Gattermayer, Generaldirektor Johann Marihart und Mitglied Stephan Büttner beim Verlesen der Zahlen im Gerstner Salon in Wien.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

In der Beletage des Gerstner Salons in Wien präsentierte der Vorstand der Agrana die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. In Anbetracht einer satten Umsatzsteigerung von fast 84 Millionen Euro und um 33,6 Prozent des Ergebnisses der Betriebstätigkeit (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr ging Generaldirektor Johann Marihart das Verlesen der Zahlen leicht von den Lippen. Bei allen drei Segmenten – Zucker, Stärke und Frucht – verzeichnete das EBIT einen Anstieg.

Im Vorjahr wurde in Tulln die Frischwasseraufbereitungsanlage erneuert.  |  NOEN, Agrana

Besonders interessant für die Firmenniederlassung Tulln ist, dass sich auch der Umsatz im Segment Zucker erhöht hat, der lag nämlich auf 671,9 Mio. Euro. In ganz Österreich wurden 2016/17 rund 500.000 Tonnen Zucker aus 3,4 Millionen Tonnen Rüben gewonnen. Dabei stach Tulln mit einem besonders guten Hektarertrag von durchschnittlich 85 Tonnen hervor. „Die erfolgreiche Kampagne ist auf den guten Witterungsverlauf mit einer guten Wasserversorgung, regelmäßigen Niederschlägen und ausgebliebenen extremen Hitzeperioden zurückzuführen“, sagte Vorstandsmitglied Fritz Gattermayer. Im Vorjahr investierte die Agrana in das Segment Zucker 23,3 Mio. Euro für Neu- und Ersatzinvestitionen. Dabei wurde in Tulln das Hochregallager saniert und die Frischwasseraufbereitung erneuert.

Firma investiert 20 Mio. Euro in Niederösterreich

Für das kommende Geschäftsjahr kündigte Johann Marihart weitere Investitionen an, die für den gesamten Konzern gar 40 Millionen Euro über der Abschreibungsrate liegen werden. Für die Firmenniederlassungen im Bezirk Tulln gibt es diesbezüglich ebenfalls gute Nachrichten. Agrana wird 20 Millionen Euro in Niederösterreich investieren. Dies betrifft in Tulln Maßnahmen zur Energieeffizienz. In das Bioethanolwerk in Pischelsdorf steckt Agrana acht Millionen Euro für eine weitere Ausbaustufe. Zurzeit werden dort aus einer halben Million Tonnen Getreide – insbesondere Weizen und Mais – pro Jahr rund 210.000 Kubikmeter Bioethanol hergestellt.

Zum Abschluss stellte der Vorstand noch Indien als 25. Agrana-Land vor. Dort wurde ein Fruchtverarbeitungswerk erworben und in den Konzern übernommen.