Erstellt am 22. November 2015, 13:12

von Thomas Peischl

Tullner Finanzstadtrat Norbert Pay tritt zurück. Nach einem Pressegespräch zur Präsentation des Tullner Stadthaushalts 2016 erklärte Finanzstadtrat und TVP-Fraktionsobmann Norbert Pay überraschend seinen Rücktritt.

Bürgermeister Peter Eisenschenk (2.v.r.) dankte dem scheidenden Finanzstadtrat Norbert Pay (Mitte) mit einem Ehrenpokal, weiters im Bild: (v.l.) Finanz-Gruppenleiter Andreas Burkert, Vizebürgermeister Harald Schinnerl und Stadtrat Harald Wimmer.  |  NOEN, Peischl

"Aus rein gesundheitlichen Gründen werde ich nach der Budgetsitzung am 2. Dezember meine politischen Funktionen zurücklegen und schweren Herzens aus dem Gemeinderat ausscheiden", so Pay zur NÖN. Es sei "nichts Lebensbedrohendes", aber in den letzten Monaten habe er immer wieder Herz- und Lungenspezialisten konsultieren müssen, "daher habe ich das Gefühl nicht mehr den vollen Einsatz bringen zu können".

Bürgermeister dankt für Vieles

"Schon im Sommer ist es Norbert sehr schlecht gegangen. Trotz des ärztlichen Ratschlags, er solle sich zurückziehen, hat er die Arbeit für das Budget 2016 noch professionell durchgezogen", betonte Bürgermeister Peter Eisenschenk (TVP). Bedauerlich sei, dass Pay gerade in letzter Zeit auch sehr persönlich attackiert worden sei. "Da ist nicht sehr angenehm für jemanden, der eigentlich immer auf Konsens aus ist", so Eisenschenk. Er werde sich dafür einsetzen, dass in Tulln wieder ein Klima herrsche, in dem keine persönlichen Angriffe stattfinden.

Ehrenpokal für Pay

Für seine "politischen Dauerläuferqualitäten" und seinen unermüdlichen persönlichen Einsatz überreichte Eisenschenk dem scheidenden Finanzstadtrat einen Ehrenpokal.

Die Nachfolge wird noch in den TVP-internen Gremien besprochen und wird voraussichtlich erst in der Gemeinderats-Festsitzung kurz vor Weihnachten bekannt gegeben.


Zur Person Norbert Pay:

  • Gemeinderat seit Februar 1993, seit 1998 im Stadtrat
  • Als Stadtrat für Gesundheit setzte er sich unter anderem für die Durchführung von Aufklärungskampagnen (z.B. Bluthochdruck) oder die Vernetzung der Stadt mit anderen Einrichtungen wie Gebietskrankenkasse, Universitätsklinikum oder Rosenarcade. In seiner Ära erhielt die Stadt mehrere Auszeichnungen im Gesundheitsbereich.
  • Als Stadtrat für Vereinsförderung und Sport legte er besonderes Augenmerk auf Jugendarbeit, auch durch den Neubau der Sporthalle Tulln (Bundesschulzentrum).
  • Als Finanzstadtrat setzte er sich für gezielten Einsatz der finanziellen Mittel und Konsolidierung des Stadthaushalts ein.