Tulln

Erstellt am 13. Juli 2016, 13:18

von APA Red und Beate Riedl

Flüchtlinge gingen zu Fuß auf Westbahn: Zugverspätungen. Zwei Flüchtlinge sind Mittwochfrüh zu Fuß auf der Westbahnstrecke zwischen Wien und dem Tullnerfeld unterwegs gewesen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Bahnverkehr entlang der Route eingeschränkt, berichtete der ORF NÖ. Bei den ÖBB waren 42 Züge betroffen, die bis zu 40 Minuten verspätet waren.

255 Millionen Euro sollen die ÖBB einsparen. Wo genau, ist offiziell noch nicht bekannt. Foto: Wodicka  |  NOEN, Erwin Wodicka

Um 6.10 Uhr wurde von den ÖBB gemeldet, dass sich Personen unerlaubt im Gleisbereich aufhielten. Dies zog einen Polizeieinsatz und somit eine Streckenunterbrechung zwischen dem Knoten Wien-Hadersdorf und Tullnerfeld nach sich, teilte ÖBB-Sprecher Christopher Seif mit. Verspätungen im Frühverkehr gab es sowohl bei der privaten Westbahn als auch bei den ÖBB, wo 19 Fernverkehrs- und 23 Nahverkehrszüge betroffen waren.

Offenbar Plan, nach Deutschland zu marschieren

Die Polizei stellte die beiden afghanischen Flüchtlinge am Bahnhof Tullnerfeld, berichtete Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion NÖ. Das Duo soll demnach über Ungarn nach Österreich gekommen sein und wollte offenbar nach Deutschland weitermarschieren. Da die Züge auf diesem Streckenabschnitt mit sehr hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind, seien die beiden Flüchtlinge in großer Gefahr gewesen, wurde der Polizeisprecher zitiert.

"Es gab einen Zwischenfall um 06.10 Uhr, der einen polizeilichen Einsatz und somit eine Streckenunterbrechung zwischen dem Knoten Wien-Hadersdorf und Tullnerfeld erforderte, da sich Personen unerlaubt im Gleisbereich aufgehalten haben", informierte ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif gegenüber der NÖN. "Der Einsatz zog natürlich Verzögerungen nach sich, die sich zwischen einigen Minuten und max. 40 Minuten bewegten."