Erstellt am 30. April 2016, 12:44

"Umfahrung"für Fische. Um ein Umschwimmen des Kraftwerks zu ermöglichen, wird bis Frühsommer 2017 eine Fischaufstiegshilfe gebaut. Der beliebte Donauradweg bleibt währenddessen benutzbar.

 |  NOEN, NÖN

Den symbolischen Auftakt zum Bau der neuen Fischwanderhilfe im Kraftwerk Greifenstein stellte kürzlich der Spatenstich dar. Mit Unterstützung von Landesrat Stephan Pernkopf, dem Niederösterreichischen Fischereiverband und dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich startete Verbund den Bau der ökologischen Einrichtung an der Donau.

Bis Ende nächsten Jahres soll ein vier Kilometer langer naturnaher Umgehungsbach entstehen. Den Fischen soll so das Umschwimmen des Kraftwerkes ermöglicht werden.

„Saubere Energie aus Wasserkraft steht oft im Interessenskonflikt mit Natur- und Gewässerschutz. Die neue Fischaufstiegshilfe beweist, dass mit ausgereifter Technik ein weitgehender Interessensausgleich erreicht werden kann“, zeigt sich Pernkopf zuversichtlich. „Wir sind natürlich stolz auf den eindrucksvollen Wert der Wasserkraft. Gerade hier in Greifenstein beweisen wir, wie wir den überregionalen Nutzen des regenerativen Stroms aus Wasserkraft durch gezielte ökologische Verbesserungen auch für die Region attraktiver gestalten können“, so Verbund Vorstandsmitglied Günther Rabensteiner.

Auch Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, äußerte sich im Sinne der Ökologie: „Die Lebenswelt der Flüsse liegt uns sehr am Herzen. Deshalb sind wir dabei, auf Grundlage der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, alle unsere Anlagen in den kommenden Jahren für Fische durchgängig zu machen.“