Erstellt am 15. Mai 2016, 10:24

Wichtige Rädchen: Schlosser im Kraftwerk Dürnrohr. In den drei großen Kraftwerken Dürnrohr, Theiß und Korneuburg haben die Mitarbeiter vor Ort Tag für Tag alle Hände voll zu tun.

 |  NOEN, EVN / Moser

Manuel Schrefl ist Schlosser im Kraftwerk Dürnrohr und damit mittverantwortlich, dass das Kraftwerk problemlos läuft. Gemeinsam mit seinen Kollegen sorgt er dafür, dass alle Anlagenteile in Schuss bleiben. Gearbeitet wird rund um die Uhr, auch am Wochenende. Meist stehen Kontrollgänge auf dem Programm, sonst werden in der hauseigenen Werkstätte verschiedene Komponenten neu hergestellt oder repariert.
 
Als Schichtschlosser ist Manuel ständig auf den Beinen. Diese Woche beginnt sein Schichtdienst täglich um 06:00 Uhr. Das rund 140 Hektar große Areal umfasst neben dem großen Kraftwerksblock auch noch mehrere kleinere Gebäude. „Meist beginnt unser Tag im Büro, hier beantworten wir unsere Mails und besprechen uns mit dem Schichtleiter. Dann beginnt schon unsere Runde durch das Kraftwerk. Pro Tag sind wir mehrere Kilometer zu Fuß unterwegs, das hält fit“, so Schrefl mit einem Augenzwinkern.
 
Erst vor wenigen Tagen wurde das Kraftwerk wieder heruntergefahren. In der warmen Jahreszeit sinkt der Stromverbrauch meist, der Großteil des Bedarfs wird dann aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Schließlich betreibt die EVN auch 15 Windparks und 72 Wasserkraftwerke in Niederösterreich. Als Netzstabilisator ist der Standort Dürnrohr jedoch immer noch wichtig und muss von Schrefl und seinen Kollegen auch für seinen nächsten Einsatz wieder in Schuss gebracht werden.

Das Kraftwerk Dürnrohr

Das Kraftwerk Dürnrohr, dass als Ersatz für das AKW Zwentendorf errichtet wurde, erzeugt seit 1986 verlässlich Strom für EVN Kunden. Die Einsatzstunden sind durch die Energiewende aber deutlich zurückgegangen. Waren es bis ca. 2005 noch bis zu 6.000 Volllaststunden, sind es heute max. 2.000 Volllaststunden bei Bedarf.

Dürnrohr erzeugt primär nur noch dann Strom, wenn zu wenig Wind und Sonne in unser Netz einspeisen oder es aus technischen Gründen erforderlich ist, also zum Beispiel zur Netzstabilität in Ostösterreich oder als Reservekapazität für den süddeutschen