Erstellt am 12. Juni 2016, 06:50

von Josef Altkind

Zur schönen Aussicht. In einer heruntergekommenen Pension mit nur einem Gast geht es drunter und drüber, als Christine auftaucht.

 |  NOEN, NÖN

Intendant Martin Gesslbauer und Bürgermeister Christoph Weber begrüßten die vielen Zuschauer und Nationalrat Johann Höfinger eröffnete die 13. Sommerspiele 2016 auf Schloss Sitzenberg. Ödön von Horváth schrieb 1926 das Stück „Zur schönen Aussicht“, welches unter der Regie von Reinhard Hauser aufgeführt wurde.

Um es gleich vorwegzunehmen: Die mitwirkenden Schauspieler boten allesamt eine beeindruckende künstlerische Leistung, die man so nur selten erleben darf. Ganz besonders Edith Leyrer und Anna-Sophie Krenn wuchsen bei dieser Premiere über sich selbst hinaus. Das Stück spielt in einer heruntergewirtschafteten Pension der Nachkriegszeit, in der nur ein einziger Gast wohnt, bis eine ehemalige Geliebte des Direktors, Christine, auftaucht und diesem eröffnet, dass er Vater wurde. Sie wird von Gästen, Personal und Direktor als Hure beschimpft und mit Lügengeschichten überhäuft. Als bekannt wird, dass sie inzwischen sehr reich wurde, wird sie von allen umworben. Sie verlässt aber alleine das Hotel.