Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:12

von Doris Firmkranz

Zwei Wirte in Geldnot. In der Bezirkshauptstadt kämpfen derzeit zwei renommierte Gastronomiebetriebe ums finanzielle Überleben.

In finanzielle Turbulenzen geraten ist neben dem Gasthaus Alrechtsstuben auch das Lime (im kleinen Bild die »Dependance« in der City-Passage)  |  NOEN, NÖN

Zwei Betriebe der durch verschiedenste zwangsverordnete Bestimmungen ohnehin geplagten Gastrobranche zittern derzeit um ihre Existenz.So mussten Anfang Oktober innerhalb von drei Tagen über das Lime am Hauptplatz und die Albrechtsstuben in der gleichnamigen Gasse Insolvenzverfahren angemeldet werden.

Hohe Lohnnebenkosten als Misere

Mangelndes Engagement brauchen sich Martina Kral und Martin Zimmermann von den Albrechtsstuben nicht vorzuwerfen. So sorgte etwa ein innovatives Konzept für „Genuss ohne Reue“ lange bevor die Deklaration der Inhaltsstoffe auf den Speisekarten verpflichtend eingeführt wurde. „Das Geschäft geht gut. Schuld an der Misere sind in erster Linie die hohen Lohnnebenkosten“, so die beiden.
 


Sie sind jedoch zuversichtlich, dass das Ausgleichsverfahren im Dezember positiv für sie enden wird – so wie bereits vor fünf Jahren, als ihr Vorgänger den drohenden Konkurs des Traditionsgasthauses durch einen Sanierungsplan abwenden konnte.

Dies hofft wohl auch Lime-Geschäftsführer Horst Alberer. Auch sein Betrieb musste Anfang Oktober Konkurs anmelden.

Betroffen sind laut Insolvenzreferat der Arbeiterkammer 11 Mitarbeiter im Lime und 5 in den Albrechtsstuben.

Beide Lokale haben nicht nur den Anwalt Walter Anzböck als Masseverwalter gemeinsam: Am 1. Dezember, bei den ersten angesetzten Gläubigerversammlungen, werden Martina Kral und Horst Alberer am Landesgericht St. Pölten sich voraussichtlich gegenseitig die Klinke in die Hand drücken.

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