Erstellt am 24. November 2015, 12:27

Bildung kennt kein Alter. Im Zuge der Informationstage an der BHAK/BHAS Baden wurde diesmal auch die Abendhak, die Handelsakademie für Berufstätige, in ein besonderes Licht gerückt. Am Vorabend fand eine hochkarätige Podiumsdiskussion mit entsprechendem Rahmenprogramm statt.

Prof. Thomas Jorda, Direktor Mag. Dr. Bertram Zottl, Carina Klement, Mag. Johann Heuras (Amtsführender Präsident des Landesschulrates für NÖ), Dr. Brigitte Schuckert (Landesschulinspektorin), Mag. Herbert Grill (Geschäftsführer, Nagel Austria GmbH), Hans-Jürgen Wennig (Personalabteilung, LKW Walter) , Jutta Trebes (Personalabteilung, Sparkasse Baden), Stefan Piriwe, BA (Absolvent der HKB und der FH Eisenstadt), Bernadette Steurer-Weinwurm (»die zwei« On- und Offline Marketing) ,Studienkoordinator Mag. Harald De Georgi  |  NOEN, HAK Baden
Das abendliche Programm wurde um 18 Uhr mit einem Sektempfang und Begrüßungsworten von Hofrat Mag. Dr. Bertram Zottl eröffnet. Danach gab es einen Informationsvortrag von Studienkoordinator  und Bildungsberater Mag. Harald De Georgi, unterstützt von einem Projektteam des Abschlussjahrganges. Darin erfuhren die Besucherinnen und Besucher alles Wissenswerte über die HAS und HAK für Berufstätige.

Die daran anschließende Podiumsdiskussion trug den Titel „Bildung mit Zukunft – Ihre Chancen mit der Abendhak“, als sachkundiger Moderator fungierte Prof. Thomas Jorda (NÖN). Sie widmete sich den Weiterbildungsmöglichkeiten an der Abendhak und betrachtete die daraus resultierenden Chancen und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Dabei berichteten Stephan Piriwe, BA MA, und Carina Klement über ihre Erfahrungen – für beide war die Abendhak Grundlage, damit sie nach der Reife- und Diplomprüfung ihren Karrierewegen eine neue Richtung geben konnten.

Dieser Ausbildungsgang wird auch von den Firmen anerkannt. „Wer das in vier  Jahren durchgezogen hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch stressresistenter“, hebt Jutta Trebes (Sparkasse Baden, Personalabteilung) hervor. Auch Mag. Herbert Grill, Geschäftsführer bei Nagel Austria, und Hans-Jürgen Wennig aus der Personalabteilung von LKW Walter stellten klar, dass es geschätzt wird, wenn Mitarbeiter Zielstrebigkeit zeigen und eine Zusatzausbildung machen. Bernadette Steurer-Weinwurm („die zwei“ On- und Offline Marketing) bestätigte die Wichtigkeit von Weiterbildung.

Der neue Landesschulratspräsident Mag. Johann Heuras wünschte sich gleich zu Beginn der Diskussion: „Wir brauchen einen positiven Zugang zu den Bildungsthemen!“ Es sei nicht so, dass die Firma Schule nicht funktioniere, gerade das berufsbildende Schulwesen mit seinen unterschiedlichen Ausrichtungen sei eine Stärke des Bildungswesens und trage wesentlich dazu bei, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich gering ist. 

Motivation sei das Zauberwort, das erfordere jedoch auch Wertschätzung als Voraussetzung. In Bezug auf die Erwachsenenbildung betont er, dass LLL (Lebenslanges Lernen) auch die Lebensqualität erhöhe und die Persönlichkeit bereichere, jede Chance solle daher benützt werden. Er wünscht sich weiters einen langfristigen Bildungsplan, der Angebot und Nachfrage zusammenbringt, und plädiert für eine Ausbildungspflicht bis 18 Jahre, damit alle Jugendlichen eine Mindestqualifikation erreichen. „Die Jobchancen korrelieren mit der Ausbildung, dass wir hier Unterstützung liefern, ist auch im Interesse des Sozialstaates und des Budgets.“

Im Anschluss daran gab es Gelegenheit zum „Bildungsdialog“ im Abendhak-Café und an der Weinbar des Topwinzers Piriwe. Alle an der Diskussion Beteiligten blieben noch länger und standen für Gespräche zur Verfügung. Als Gäste des Abends der offenen Tür waren auch Landesschulinspektorin HR Mag. Dr. Brigitte Schuckert und Brigitte Gumilar, Direktorin der NMS Baden, anwesend. Die Möglichkeit zum informellen Gedankenaustausch nutzten auch die Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie Elternvereinsobmann Dr. Andreas Kruse.

Studienkoordinator Mag. Harald De Georgi: „Ich bedanke mich bei allen, die mitgeholfen haben, dass dieser Abend erfolgreich verläuft. Und es freut mich, dass viele so lange geblieben sind!“