Erstellt am 07. März 2016, 09:58

von Stefan Jedlicka

Philharmonisch mit Hammer und Felge. Das Ensemble "Bläserfriends" bewies für den Wettbewerb "BePhilharmonic" viel Kreativität und Virtousität.

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Ein großes Projekt pro Jahr umzusetzen, hat sich das Ensemble „Bläserfriends“ der Musikschule Baden vorgenommen. War es letztes Jahr ein Ensembletreffen in Oberösterreich, so nimmt man heuer am Wettbewerb „BePhilharmonic“ der weltberühmten Wiener Philharmoniker teil. Im Jahr 2014 hatte das österreichische Vorzeigeorchester den Herbert von Karajan Preis gewonnen, der für die Jugendarbeit eingesetzt werden muss. Somit war der Wettbewerb geboren.

Als die Klarinettenschüler der Musikschule Baden im Jänner 2016 einen Workshop bei den Philharmonikern besuchten, wurde das Projekt vorgestellt. „Sofort war klar: da machen wir mit“, erzählt die Leiterin des Ensembles, Michaela Arnhold, seit über 25 Jahren erfolgreiche Lehrkraft an der Badener Musikschule. Sie war nun gefordert, ein Stück der Ausschreibung entsprechend zu arrangieren. Und weil es dabei auch um Kreativität geht, wurde aus einer alten Eisenbahnschiene, einer Autofelge, ein paar Rohren und zwei Hämmern gleich noch ein neues Instrument kreiert - die „Schrottdrum“.

Das 23-köpfige Ensemble, alle zwischen 11 und 19 Jahre alt, wird die Polka „Feuerfest“ von Josef Strauß auf seine Art und Weise interpretieren. „Außerdem haben wir zusätzliche Nebeninstrumente eingesetzt, wie Piccolo, Es-Klarinette und Sopransaxophon, die in Musikschulensembles eher selten vorkommen“, erklärt Arnhold. Aber auch ein „abartiger“ Amboss findet als Soloinstrument Verwendung.