Erstellt am 27. April 2016, 09:18

Auftaktveranstaltung zu „Green Care Eisenstraße“. An der Fachschule Gaming fand gestern die Auftaktveranstaltung zum LEADER-Projekt „Green Care Eisenstraße“ statt, bei dem die Stärkung und Entwicklung des ländlichen Raumes im Mittelpunkt stehen.

Festgäste und Referenten bei der Baumpflanzung: Nationalratsabgeordneter Mag. Andreas Hanger (5.v.l.), Nationalratsabgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (5.v.r.), Dipl.-Ing. Dr. Josef Hainfellner (ganz vorne), Bürgermeisterin LAbg. Renate Gruber (4.v.r.), Schulinspektorin Ing. Agnes Karpf-Riegler (rechts) und Direktorin Ing. Daniela Fux (2.v.r.) mit Festgästen und Vortragenden.  |  NOEN, Jürgen Mück

Dabei sprachen Fachleute über die vielfältigen Möglichkeiten, die Green Care für landwirtschaftliche Betriebe eröffnet. Bäuerinnen und Bauern, die bereits im Green-Care-Bereich tätig sind, berichteten bei der Podiumsdiskussion über ihre Erfahrungen und Zukunftsperspektiven.

„An der Fachschule Gaming ist der Ausbildungsschwerpunkt Green Care bereits voll in das Unterrichtsgeschehen integriert und es bestehen intensive Kontakte zu landwirtschaftlichen Green-Care-Betrieben. Wir verstehen uns als Drehscheibe für den Green-Care-Bereich, weil diese zukunftsweisende Initiative vor allem der Jugend attraktive und krisensichere Arbeitsplätze im ländlichen Raum bietet“, betonte Direktorin Ing. Daniela Fux bei der Eröffnung der Veranstaltung.

"Maßnahmen erforderlich"

Dipl.-Ing. Dr. Josef Hainfellner, Green-Care-Experte der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, stellte in seinem Vortrag fest, dass Green Care die Landwirtschaft um soziale Komponenten erweitert und gleichzeitig damit eine interessante Form der Erwerbskombination geboten wird.

„Der Bauernhof wird mit Green Care zum Arbeits-, Bildungs-, Gesundheits- und Lebensort, wo meist in Kooperation mit Sozialträgern und Institutionen eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen für junge und alte Menschen, Personen mit Einschränkungen sowie körperlichen und seelischen Belastungen angeboten werden. Für geschulte bäuerliche Unternehmerinnen und Unternehmer stellt das Projekt neue Chancen des Einkommenszugewinns dar“, so Hainfellner. 

„Aufgrund des Wandels, dem die Land- und Forstwirtschaft unterliegt, sind nachhaltige und innovative Maßnahmen erforderlich, um die Betriebe und damit unsere einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten. Die Eisenstraße Niederösterreich legt deshalb einen Schwerpunkt auf das Thema Green Care“, betonte Nationalratsabgeordneter Mag. Andreas Hanger, Eisenstraße-Obmann.

"Neue Wege einzuschlagen"

„Für uns ist Green Care eine Chance mit unserem bäuerlichen Betrieb neue Wege einzuschlagen. Dazu ist es manchmal notwendig über den eigenen Tellerrand der traditionellen Tätigkeitsfelder hinauszublicken und sich auf Neues, Unbekanntes einzulassen“, so der Tenor der Green-Care-Betriebsführer bei der Podiumsdiskussion.

Interviewrunde mit (zukünftigen) Green-Care-Betriebsführern Mag. Reingard Winter-Hager, Seminarbauernhof „Sulzbach“, Projekt soulsteps®, Lunz am See.

Tiergestützte Arbeit mit Alpakas im Personalcoaching sowie für Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Sandra Punz - Hof Hundsriegl, St. Anton/Jeßnitz. Tagesbetreuung von älteren Menschen. Josef und Kathrin Müllauer - Hof Wintereck, St. Anton/Jeßnitz. Tiergestützte Tagesbetreuung von Menschen mit Beeinträchtigung. Gerhard und Michaela Fehringer - Biohof Linden, Kematen/Ybbs. Tagesbetreuung für Menschen mit Beeinträchtigung.