Erstellt am 16. Oktober 2015, 14:18

Projekttage Auschwitz-Birkenau. Vom 14. bis 18. September 2015 hatten die SchülerInnen der 5. Klassen der BHAK/BHAS Hollabrunn die Möglichkeit, das Grauen von Auschwitz-Birkenau mit eigenen Augen sehen zu können.

 |  NOEN, zVg
Die beiden Klassen wurden von Mag. Annemarie Bierbaumer, Mag. Astrid Hösl und Mag. Christian Suchy begleitet. Nach einer 6-stündigen Autobusfahrt und einem kurzen Stopp im Quartier machten sich die Schüler schon auf den Weg ins ehemalige Konzentrationslager. Dort betraten sie das Lager durch den bekannten Torbogen mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ und konnten hier erste Eindrücke sammeln. In einem der Blöcke nahmen sie an einem Workshop über das Thema „Verbrecherische medizinische Versuche in Auschwitz“ teil, bei dem  die Jugendlichen  von den grausamen Experimenten des Dr. Mengele und Dr. Clauberg erfuhren. An den nächsten beiden Tagen besichtigten die Schüler sowohl das Stammlager, als auch das Vernichtungslager Birkenau.

Tiefe Betroffenheit machte sich breit

Unter den jungen Leuten macht sich Betroffenheit breit angesichts der so realistischen Erfahrung eines Konzentrationslagers, welches weltweit als Symbol für die industrielle Vernichtung von Menschen gilt: Erschüttert sind die Schüler, als sie wahrhaftig Berge von Haaren, Brillen, Kochtöpfen und beschrifteten Koffern sehen, Kratzspuren an den Wänden der Gaskammern lassen heute noch die Grausamkeiten der Vergangenheit erahnen. Tausende Schicksale hinter diesen Ausstellungsstücken sind uns sehr nahe.... Tief betroffen lauschen die Schüler dem heute 93-jährigen ehemaligen KZ-Häftling Karol Tendera. Er erzählt von seiner Jugend, seiner Inhaftierung, der Folter und seinem überaus großen Glück, diese Hölle überlebt zu haben.

Multimediale Präsentation beendete das intensive Programm

Eine Multimediale Präsentation mit dem Thema „Österreicher in Auschwitz“ beendete das sehr intensive Programm.  Tief beeindruckt von dem Gesehenen fahren die Schülerinnen und Schüler bewegt nach Hause. Wir wissen, dass wir die Hölle auf Erden gesehen haben, dennoch bleibt das Geschehen für uns unfassbar.
Die Projekttage waren hoffentlich ein wichtiger Impuls dafür, aus der Geschichte zu lernen und auf einen toleranten Umgang aller Kulturen miteinander verstärkt Wert zu legen.