Erstellt am 29. Januar 2016, 10:32

Gärten mit Geschichte. Die Neugestaltung des Kartäusergartens in Aggsbach-Dorf wird seit 4 Jahren von Schülern der Gartenbauschule Langenlois mit betreut und neu gestaltet..

 |  NOEN

Die Schülerinnen und Schüler erhielten für die professionelle Arbeit in den Gärten viele Informationen über den Orden der Kartäuser, die Bedeutung von Klostergärten für die Region aber auch die Veränderungen der Geschichte. Neben den praktischen Arbeiten wurden viele fachlichen Kompetenzen der Schüler in der Gestaltung, Obstbau und Gemüsebau erprobt und erweitert. 

„Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Einrichtungen, Wissenschaftlern und Freunden der Kartause Aggsbach ist hervorragend,“ weiß GM Christian Kittenberger und meint überzeugt weiter, „Die Schülerinnen und Schüler erforschen neues Wissen, finden Zusammenhänge und können praktisches Wissen direkt umsetzen. Sie müssen aber gerade bei solch historischer Bedeutung sensibel und mit Bedacht ihr Können anwenden, Fertigkeiten die für Gärtner von unschätzbaren Wert sind.“

Die Gartenbauschule Langenlois arbeitet seit nun über 4 Jahren, federführend unter GM Christian Kittenberger an diesem Projekt. Verschiedene Schülergruppen und schuleigene Lehrlinge leisteten viele Stunden um den Garten zu pflegen, neu zu gestalten und altes Wissen zu erhalten. Die Abteilungen der Gartenbauschule haben auch hier besonders erfolgreich zusammen gearbeitet. Galt es doch, ein so historisches Gartenjuwel zu erhalten.

Der Bestand der Obstbaumsammlung der Kartäusermönche geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Seit 1991 gibt es in Frankreich einen offiziellen Erhaltungsgarten mit 379 Apfelsorten, 247 Birnensorten, Marillen, Zwetschken u.s.w. Dieser konnte mit Hilfe der Institution Jardins du Luxembourg in Paris gänzlich rekonstruiert werden. Die Bedeutung der Obstbaumsammlung in den Zellengärten blieb bis heute erhalten. In unserer schuleigenen Baumschule wurden einige dieser Sorten veredelt und in Aggsbach neu ausgepflanzt.