Erstellt am 18. Dezember 2015, 14:07

von Karl Stiefel

Eine Klasse für sich. Bei der Bezirks-Konferenz des Jugend-Rotkreuz zeigte sich, wo es beim Unterricht im Flüchtlingsheim mangelt.

Monika Palfi, Elisabeth Ladner, Waltraud Hemm, Andrea Simitz, Katharina Hussian, Sabine Schibl (Direktorin Schule für Wirtschaft u. Technik), Matthias Huber, Rene Reider (beide Lehrer in der Jägerhausgasse), Edith Sattler, Karin Rois, Ulrike Großschmidt, Bezirksleiter Michael Dorfstätter und Heimleiter Camaran Jaff.  |  NOEN, Stiefel

Das Jugend-Rotkreuz hat Schulvertreter des Bezirks zur jährlichen Konferenz eingeladen. Bezirksleiter Michael Dorfstätter durfte Direktorinnen und Lehrer im Liese Prokop-Integrationswohnhaus für Flüchtlinge begrüßen.

Dort wohnen aktuell 150 unbegleitete Minderjährige, 42 davon werden in zwei Klassen unterrichtet. „Uns geht es darum, mit dem Unterricht den Alltag zu gestalten. Den wollen wir mit Herz und Inhalt füllen“, so Sabine Schibl, Direktorin der Schule für Wirtschaft und Technik Mödling, aus der drei Lehrer im Integrationshaus unterrichten.

Wie schwierig das sein kann, schildert Dorfstätter: „Die jungen Leute sind sehr motiviert, es mangelt aber oft an Möglichkeiten, den Unterricht zu gestalten. Wir haben hier im Haus keinen Kopierer und kein frei zugängliches Internet. Letzteres wollen wir mit eigenen Mitteln lösen, da das Land, das eigentlich diese Einrichtung betreut, hier leider nichts unternimmt.“

Schwierig sei auch, dass es sich bei dem Haus um eine Zwischenstelle handelt. „Wenn wir den Grundwortschatz haben und mit der Grammatik anfangen, werden schon ’mal junge Flüchtlinge, die eine halbe Klasse ausgemacht haben, in ein anderes Quartier verlegt.“